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Nationales Friedensgebiet vor den Wahlen zum Marienfeiertag:Maria als Zeichen der Hoffnung und des Friedens

Friedensgebet zu Maria
Datum:
1. Juni 2026
Von:
Carina Delheit

Angesichts der großen sozialen und humanitären Herausforderungen und im Versöhnungsprozess hat die kolumbianische Kirche den 13. Mai als Marienfeiertag genutzt, mit Gläubigen im ganzen Land verstärkt für den Frieden zu beten, u. a. mit dem Rosenkranz für Frieden und Versöhnung in Kolumbien.

Bei der zentralen Feier in Bogota rief Monseñor Francisco Javier Múnera Correa, Erzbischof von Cartagena und Vorsitzender der Kolumbianischen Bischofskonferenz eindringlich dazu auf, die Wunden des Landes durch Versöhnung und Zusammenhalt im Geiste Marias zu heilen: „Wir brauchen den Trost, der im Herzen des Volkes Gottes wohnt, das nach einer Zeit des Friedens und der Versöhnung schreit. Und wer könnte uns als Kirche und als Nation besser vereinen als die Mutter Jesu und der Kirche?“
Erzbischof Múnera machte seine Predigt an drei biblischen Szenen fest (Kana, Golgatha und Abendmahls-Saal), in denen er Orientierung für eine Erneuerung des sozialen und spirituellen Gefüges im Land sah: „Maria knüpft Verbindungen und Beziehungen. Sie hilft uns, verwundete Herzen zu heilen. Deshalb können wir uns an sie als Mutter und Lehrerin von Frieden, Vergebung und Versöhnung wenden.“

Das zentrale Anliegen des Nationalen Rosenkranzgebets unter dem Motto „Frieden und Versöhnung in Kolumbien entstehen aus der Bekehrung deines Herzens“ ist das Gebet für die Opfer der Gewalt, die Familien, Jugendlichen, Regierenden, öffentliche Institutionen des Landes und für alle Menschen in Kolumbien.

Der Gebetstag wurde in zahlreichen Bistümern des Landes intensiv begangen:
In der Erzdiözese Cartagena nahm der Erzbischof am Patronatsfest Unserer Lieben Frau von Fatima in Cartagenas Stadtteil Villas de la Candelaria teil.

In Cúcuta nahmen hunderte Gläubigen aus dem ganzen Bistum an der traditionellen Mafrienwallfahrt zur Kirche in Cúcutas Viertel San Miguel teil. Ortsbischof José Libardo Garcés Monsalve lud die Gläubigen dabei ein, sich Maria als Vorbild der Hoffnung in allen Schwierigkeiten der Region an der venezolanischen Grenze zu nehmen.

Die Hauptfeier in der Diözese Tibú, in einer der am stärksten vom bewaffneten Konflikt betroffenen Regionen, fand in Tibú im Stadtteil Pacelli statt. Bischof Israel Bravo Cortés rief zu echter Umkehr als Weg zu wahrem Frieden auf. Der Tag war auch geprägt von Solidaritätsgesten für besonders von der Gewalt betroffene Familien. „Wir bitten besonders darum, dass die Menschen in Ruhe auf ihr Land und in ihre Häuser zurückkehren können […] Wir begleiten sie dann in einer Dynamik des Friedens, der Entwicklung und Gerechtigkeit, in der wir uns als Brüder und Schwestern fühlen“, erklärte der Ortspfarrer Jairo Gelves Tarazona.

Im Bistum Ocaña versammelten sich die Gläubigen in der Pfarrei Unserer Liebe Frau von Fatima der Bistumsstadt Ocaña, Unter Beteiligung des Ortsbischofs Orlando Olave Villanoba beteten die Versammelten vor allem für die Freilassung von Entführten und Trost für die von der Gewalt betroffenen Familien.

In der Wallfahrtskirche Unserer Liebe Frau von Fatima teilten zahlreiche Gläubige der Diözese Santa Marta ihr Gebetsanliegen der Versöhnung in Kolumbien. Padre Harold Tejada erinnerte daran, dass es nur dann Frieden gebe, „wenn wir uns ein neues Herz schaffen. Das bedeutet, mit der Gewalt, dem Hass und der Spaltung zu brechen“.

Im Bistum Pasto leitete Ortsbischof Juan Carlos Cárdenas Toro die zentrale Feier in einer Region, die von Gewalt und den Grenzkonflikten in Südwestkolumbien geprägt ist, und forderte dazu auf, sich der Mutter Gottes anzuvertrauen: „damit wir friedlich jene Nation aufbauen können, von der wir träumen, in der sich niemand ausgeschlossen fühlt“.

In Popayán hatten nicht nur Verantwortliche der Erzdiözese, sondern auch Ordensgemeinschaften, Kinder- und Jugendgruppen sowie Universitäten und andere zivile Institutionen zur Teilnahme aufgerufen. Der Rosenkranz für den Frieden wurde vor der Kathedrale St. Mariä Himmelfahrt als Zeichen der Einheit für Cauca gebetet, eines der derzeit am stärksten von Gewalt betroffenen Departements in Kolumbien.

Gläubige des Bistums Yopal pilgerten zur Schmerzhaften Mutter von Manare, ihrem wichtigsten regionalen Wallfahrtsort, um die sogenannten Llanos orientales (Östlichen Ebenen), also das Gebiet der großen Orinoco-Zuflüsse Río Arauca, Río Casanare und Río Meta der Mutter Gottes anzuvertrauen.

In Barrancabermeja bat Ortsbischof Ovidio Giraldo Velásquez um Frieden für das Mittlere Magdalenatal und hob den spirituellen und sozialen Wert des Gebetstags hervor: „Frieden ist möglich; wir haben ihn grundgelegt und werden ihn weiter aufbauen. Heute haben wir dieses Engagement erneuert, indem wir Unsere Liebe Frau von Fatima um Versöhnung und Frieden für die ganze Welt zu bitten“.

Auch in anderen Bistümern, z. B. In Cali, El Banco, Palmira und Pereira schlossen sich Pfarreien, Wallfahrtsorte, Ordens- und Laiengemeinschaften dem nationalen Aufuf zum Friedensgebet an.