Keine Gewalt mehr!

Friedensmarsch in Quibdó am 16. Oktober 2020

"Keine Gewalt mehr! Friedensmarsch von Quibdó. 116 Ermordete - und die Zahl steigt weiter" Plakat für den Friedensmarsch
Datum:
Di 13. Okt 2020
Von:
Carina Delheit

Angesichts der anhaltenden Gewalt in der Region Chocó haben verschiedene Organisationen, darunter das Bistum Quibdó, für den 16. Oktober zu einem Friedensmarsch durch die Hauptstadt des Departements Chocó aufgerufen. Die Aktion steht unter dem Motto "¡No más violencia!" (Keine Gewalt mehr!).

Jüngste Auslöser sind die Morde an dem Sprecher der Ortschaft Curbaradó (Kreis Bajo Atrato) am 10. Oktober und an mehreren Jugendlichen in der Region. Der 65-jährige Osvaldo Rojas hatte sich für die Rückgabe des Landes der Menschen von Curbaradó eingesetzt, das ihnen von Paramilitärs weggenommen worden war. In dem Gebiet ist die Präsenz der paramilitärischen Gruppe "Clan Golfo" bekannt. Osvaldo Rojas war am Freitag von Unbekannten von seinem Feld verschleppt und später tot aufgefunden worden.

Verbrechen dieser Art nehmen seit Monaten in zahlreichen Regionen Kolumbiens wieder zu, vor allem in ländlichen Gebieten, in denen der Staat kaum präsent ist.

Mit dem Friedensmarsch wollen die Veranstalter ein Zeichen setzen, dass die permanente massive Verletzung von Menschenrechten einen unhaltbaren Ausnahmezustand darstellt, den es zu beenden gilt.