Kolumbianische Bischofskonferenz ruft nach Erdbeben zu Solidarität auf:In der Not zusammenstehen

Der Vorstand der kolumbianischen Bischofskonferenz hat in einer Stellungnahme seine Verbundenheit mit den Gemeinden ausgedrückt, die von dem Erdbeben betroffen sind, das am 10. August sein Epizentrum im Westen des Departements Chocó hatte, und landesweit zu gelebter Solidarität aufgerufen.
Die Unterzeichner sprechen ihr Mitgefühl mit denjenigen aus, die besonders unter den Folgen des Erdbebens leiden, und sichern ihre Gebete für die Verstorbenen, Vermissten, Verletzten und betroffenen Familien zu. Auch die Hilfsorganisationen, Behörden, das medizinische Personal, die Freiwilligen, die Beamten, Angehörigen der Sicherheitskräfte und alle Personen, die an den Such-, Rettungs- und Hilfsmaßnahmen beteiligt sind, schließen sie in ihr Gedenken ein.
Die Bischöfe betonen, dass eine Notlage dieses Ausmaßes nicht individuell bewältigt werden kann, sondern dass Kolumbien sich als eine einzige Familie verstehen muss und entsprechend auf das Leid reagieren muss. In der Botschaft wird zudem angekündigt, dass die Kirche sich in die Koordination der Hilfsaktionen einbringen wird.
In den vom Erdbeben betroffenen Regionen haben zahlreichen Seelsorger dazu aufgerufen, die Hoffnung nicht aufzugeben, sondern die Fähigkeiten der Kirche in den Dienst der betroffenen Gemeinden zu stellen.
In den Erdbebengebieten haben die Verantwortlichen der Bistümer inzwischen mit den Behörden Kontakt aufgenommen, um möglichst eng bei der Nothilfe kooperieren.
Soziale und caritative Einrichtung wie die Tafel von Buenaventura, deren Gebäude ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wurden, suchen nach provisorischen Lösungen, um die Betroffenen versorgen zu können.
Die Lebensmittelbank Bogotá, das nicht vom Erdbeben betroffen ist, hat eine große Hilfsaktion gestartet, um Ressourcen und Hilfsgüter für die Betroffenen zu mobilisieren, vor allem von Lebensmitteln, Trinkwasser und anderen Basisgütern.
Das Nationalsekretariat der Sozialpastoral/Caritas Colombia hat einen Spendenauruf für die am stärksten betroffenen Diözesen und Gemeinden gestartet.
In ihrer Botschaft an das kolumbianische Volk ruft die Bischofskonferenz auch die Nationalpatronin, die Mutter Gottes mit der Bitte an, die betroffenen Gemeinden zu begleiten und in allen Widrigkeiten den Zusammenhalt, die Fürsorge und die Hoffnung zu stärken.
Auch Papst Leo XIV., hat sich mit einer Botschaft an das kolumbianische Volk gewandt, den Angehörigen der Opfer sein Mitleid und Gebet ausgesprochen und allen, die sich derzeit in der Nothilfe engagieren, für ihren Einsatz gedankt.