Bischofswechsel in Tunja

Mons. Villa Vahos neuer Erzbischof

Monseñor Gabriel Ángel Villa Vahos (c) CEC
Monseñor Gabriel Ángel Villa Vahos
Mi 12. Feb 2020
Carina Delheit

Das Erzbistum Tunja im nordöstlich von Bogotá gelegenen Departement Boyacá hat einen neuen Oberhirten. Papst Franziskus nahm am 11. Februar das altersbedingte Rücktrittsgesuch des langjährigen Erzbischofs Augusto Castro Quiroga IMC an. Der 1942 in Bogotá geborene Ordensmann der Gemeinschaft der Consolata-Missionare war von 1986 bis 1998 Apostolischer Vikar von San Vicente-Puerto Leguízamo an der Südgrenze Kolumbiens zu Ecuador und Peru. Zu diesem Vikariat gehörte auch die hochkonfliktive Region Caguán. 1998 wurde Monseñor Castro Erzbischof von Tunja, das seit 1964 Erzbistum ist. Während seiner über zwanzigjährigen Amtszeit dort war er zweimal Vorsitzender der kolumbianischen Bischofskonferenz (2005 bis 2008 und 2014 bis 2017) und hat sich in dieser Funktion maßgeblich für eine konstruktive Begleitung der Friedensverhandlungen zwischen kolumbianischer Regierung und FARC-Rebellen eingesetzt.

Gleichzeitig ernannte der Papst Monseñor Gabriel Ángel Villa Vahos, den bisherigen Bischof von Ocaña, zum neuen Erzbischof von Tunja. Der Neuernannte wurde 1962 in Antioquia geboren. In der antioquenischen Diözese Santa Rosa de Osos wurde er 1989 zum Priester geweiht. Nach seinem Weiterstudium in Rom war er in verschiedenen Aufgaben seines Heimatbistums tätig. 2006 bis 2009 war er Leiter der Abteilung Pastoralpersonal bei der kolumbianischen Bischofskonferenz und in dieser Funktion auch Kontaktperson für die Partnerschaft mit dem Bistum Aachen. 2012 bis 2014 war er für den gleichen Arbeitsbereich beim Lateinamerikanischen Bischofsrat CELAM (mit Sitz in Bogotá) zuständig. 2014 wurde er zum Bischof von Ocaña im Departement Norte de Santander in Nordostkolumbien ernannt und geweiht.