Bischofswechsel in Bogotá

Erzbischof Rueda wechselt von Popayán nach Bogotá

Monseñor Luis José Rueda Aparicio (c) CEC
Monseñor Luis José Rueda Aparicio
Mo 27. Apr 2020
Carina Delheit

Papst Franziskus hat den altersbedingten Rücktritt von Kardinal Rubén Salazar als Erzbischof von Bogotá angenommen und den bisherigen Erzbischof von Popayán Monseñor Luis José Rueda Aparicio ernannt. Er ist damit der 46. Bischof der Hauptstadtdiözese.

Der Neuernannte wurde 1962 in San Gil im nordostkolumbianischen Departement Santander geboren und nach Studien in seiner Geburtsstadt und Bucaramanga 1989 in seiner Heimatdiözese Socorro und San Gil zum Priester geweiht. Nach einem Aufbaustudium in Rom kehrte er als Seelsorger in seine Heimatregion zurück. 2012 wurde er zum Bischof von Montelíbano im Nordwesten Kolumbiens ernannt, 2018 zum Erzbischof von Popayán. Dort hat er sich stark für die Rechte der indigenen Bevölkerung eingesetzt und hat einen stärkeren Einsatz gegen den Drogenhandel gefordert, der die Region im Süden des Landes in Form von Kokaanbau prägt.

Die Diözese Bogotá wurde 1562 gegründet, und schon 1564 zum Erzbistum erhoben. Flächenmäßig klein (so groß wie das Bistum Aachen), ist das Erzbistum bevölkerungsmäßig das größte der fünf Bistümer, die heute den Ballungsraum der Hauptstadt mit 10 Millionen Menschen bilden. Mit einer Bevölkerung von 4,5 Millionen Menschen, davon 3,9 katholisch, ist Bogotá sogar eines der 15 katholikenstärksten Bistümer der Welt. Als größte Stadt Kolumbiens zieht die Metropole Bogotá nach wie vor Binnenflüchtlinge aus den Konfliktregionen des Landes und aus Venezuela an sowie Menschen, die zur Ausbildung, Arbeit oder zum Studium in die Hauptstadt kommen. Entsprechend groß sind die sozial schwachen Viertel im Süden der Stadt.