Bischöfe Kolumbiens beraten zu Nachhaltigkeit

Frühjahresvollversammlung in Bogotá

Frühjahresvollversammlung (c) CEC
Frühjahresvollversammlung
Di 11. Feb 2020
Carina Delheit

Das Hauptthema der ersten Vollversammlung der kolumbianischen Bischofskonferenz des Jahres vom 3. bis 7. Februar 2020 lautete "Schutz des Gemeinsamen Hauses". Im Anschluss an die Amazonien-Synode, an der im letzten Jahr auch ein gutes Dutzend kolumbianische Bischöfe teilnahm, standen Fragen der Integration der Sorge für das Gemeinsame Haus in die Pastoral auf der Tagesordnung.

Entsprechend der Haupterkenntnis der Enzyklika Laudato Si', dass Umweltfragen und soziale Probleme eng miteinander verflochten sind, gehört zu einer der wichtigen Schlussfolgerungen der Beratungen, dass die soziale Dimension der Lebensverhältnisse der Menschen in Kolumbien mehr als bisher in die Verkündigung der Evangeliums integriert werden muss.

Dazu soll die Bewusstseinsbildung zu Umweltfragen und den Zusammenhängen globaler Fragen in der Ausbildung von Haupt- und Ehrenamtlichen in den Diözesen verstärkt werden.

Vor allem in den Krisenregionen, so einige Bischöfe, sei der Zusammenhang von Umweltzerstörung und der Vernichtung sozialer Strukturen mehr als offensichtlich. Dass es zu ausbeuterischen Strukturen solchen Ausmaßes komme, sei auch Folge des völlig unterentwickelten ethischen Verantwortungsgefühls.

Die Bischöfe wollen sich für eine ganzheitlichere Spiritualität der Beziehung einsetzen, die das Verhältnis zu Gott, zu anderen Menschen und zur Schöpfung gleichermaßen in den Blick nimmt.