Jahrestreffen der Partnerschaftsgruppe Kolumbien:Austausch und neue Perspektiven

Die seit drei Jahren bestehende nationale Partnerschaftsgruppe in Kolumbien hat im Bogotaner Stadtteil Usaquén ihr jährliches Präsenztreffen durchgeführt. Die 25 Teilnehmenden aus zahlreichen Vereinen, Bistümern und Initiativen kamen aus etwa einem Dutzend Städten von Cartagena an der karibischen Nordküste Kolumbiens bis Ipiales an der andinen Südgrenze zu Ecuador und von Tumaco an der pazifischen Westküste bis Tibú an der Ostgrenze zu Venezuela. Zusätzlich nahmen mehrere Fachleute aus den deutschen katholischen Hilfswerken teil, die ihren Aufenthalt im Land für einen Abstecher bei dem Treffen nutzten. Da sich sowohl langjährig Engagierte als auch neu Hinzugekommene trafen, z. B. vier der im Sommer neu gestarteten Freiwilligen in Partnerprojekten der Aachener Jugendverbände, war das Treffen eine bunte Mischung aus Wiedersehen und neu Kennenlernen.
Inhaltlich stand am ersten Tag die aktuelle gesellschaftliche und politische Situation nach der jüngsten Präsidentschaftswahl im Mittelpunkt. Zum Einstieg in diese Arbeitseinheit war virtuell der kolumbianische Jesuit Francisco de Roux für ein Impulsreferat aus Cartagena zugeschaltet. Als Anregung für die praktische Arbeit vor Ort stellten außerdem einige Gruppenmitglieder Arbeitsmethoden wie z. B. die Sozialraumanalyse vor.
In Sachen Partnerschaft mit Aachen waren die diesjährige Partnerschaftswoche im September, die Gestaltung der kolumbianischen Partnerschafts-Homepage und die Planung von Aktivitäten und Terminen im kommenden Jahr Thema.
Den Abschluss bildete ein Kulturprogramm im ursprünglich eigenständigen, seit Jahrzehnten zu Bogotá gehörenden Stadtteil Usaquén, der heute wegen seines erhaltenen historischen Ortskerns und seines Kunsthandwerkermarkts touristischer Anziehungspunkt für Menschen aus der Millionenmetropole Bogotá und Gäste aus dem In- und Ausland ist.
Die Partnerschaftsgruppe in Kolumbien, in der sich etwa 30 haupt- und ehrenamtlich Engagierte aus Projekten mit Bezug zur Partnerschaft mit dem Bistum Aachen zusammengeschlossen haben, wurde 2023 gegründet. Sie trifft sich inzwischen monatlich virtuell und bisher einmal jährlich in Präsenz an wechselnden Orten Kolumbiens. Wegen der wachsenden Zusammenarbeit in der Gruppe sind ab dem nächsten Jahr zwei Präsenztreffen pro Jahr geplant.
Koordination und Gesamtleitung liegen bei der vom Bistum Aachen entsandten Fachkraft Claudia Witgens, deren Arbeitsauftrag die Begleitung und Weiterentwicklung der Partnerschaftsarbeit im Partnerland des Bistums Aachen ist. Die Moderation einzelner Teile des Präsenztreffens und auch der virtuellen Zusammenkünfte teilen sich die Mitglieder der Partnerschaftsgruppe.