Ausgangssperre in Kolumbien bis 11. Mai verlängert

Weitere Maßnahmen gelten bis 30. Mai

Claudia Witgens, deutsche AGIAMONDO-Fachkraft bei der Sozialpastoral des Erzbistums Cali, mit dem landesweit vorgeschriebenen Mund-Nasenschutz. (c) Claudia Witgens
Claudia Witgens, deutsche AGIAMONDO-Fachkraft bei der Sozialpastoral des Erzbistums Cali, mit dem landesweit vorgeschriebenen Mund-Nasenschutz.
Mi 22. Apr 2020
Carina Delheit

Die kolumbianische Regierung hat erneut die nationale Ausgangssperre verlängert, diesmal bis zum 11. Mai.

Ausgenommen sind Bau- und Kleinbetriebe des produzierenden Gewerbes, die unter Beachtung strikter Schutzmaßnahmen ab 28. April ihren Betrieb wieder aufnehmen dürfen.

Der so genannte sanitäre Notstand wurde bis 30. Mai verländert. Bis zu diesem Datum ruhen auch der nationale und internationale Flugverkehr sowie alle öffentlichen Landverbindungen, die kommunale Grenzen überschreiten. Innerhalb der Städte sind Nahverkehrsmittel bis zu einer Auslastung von 35 % der Fahrgäste erlaubt.

Die Möglichkeiten des Homeoffice sollen verstärkt genutzt werden.

Geschlossen bleiben nach wie vor alle Bildungs- und gastronomischen Einrichtungen. Vom Veranstaltungsverbot sind bis mindestens 11. Mai auch die Kirchen betroffen. Gottesdienste können nur medial übertragen werden.

Die Regierung ruft die Bevölkerung auf, individuell Sport zu treiben, um die körperliche und geistige Gesundheit zu stärken.

Bis 21. April 2020 waren in Kolumbien 3.977 Infektionsfälle bestätigt, davon 184 neu an diesem Tag, sowie 189 Todesfälle (Sterberate von 4,6 %). In Krankenhäusern wurden 306 Infizierte behandelt (knapp ein Drittel davon in Intensivstationen). Von der Gesamtzahl der Infizierten galten am 21. April 804 als geheilt.