Abschlussbericht von Julia Köcher

Freiwillige der DPSG berichtet

Julia Köcher (c) privat
Julia Köcher
Do 10. Okt 2019
Carina Delheit

Knapp 12 Monate habe ich die Möglichkeit bekommen, in ein neues Land, eine neue Kultur und in ein komplett neues Arbeitsfeld einzutauchen und dieses kennenzulernen. Ich habe in dieser Zeit tolle Menschen kennenlernen dürfen und unheimlich viel gelernt, was mich auch in Zukunft unheimlich prägen wird. Besonders die letzten zwei Monate waren für mich sehr einprägsam. Meine Großmutter hat mich Anfang Juni in Kolumbien besucht und gemeinsam haben wir Bogotá, Ibagué und Cartagena unsicher gemacht. Mir hat dieser Besuch nochmal auf eine ganz andere Art klargemacht, dass Toleranz, Weltoffenheit und kultureller Austausch nicht von Nationalität, Hautfarbe, Geschlecht oder Alter abhängt, sondern immer mit der persönlichen Haltung zu tun hat.

Dann begann nun auch schon recht schnell mein letzter Monat in Kolumbien, welcher von ganz schönen und besonderen, aber auch emotional schwierigen Momenten geprägt war.

Hiermit möchte ich mich auch nochmal sowohl bei der DPSG, als auch bei Sueños Especiales für dieses Jahr bedanken, in dem ich mit einem unheimlich tollen Team zusammengearbeitet habe und unheimlich viel von allen Mitarbeitern über die Arbeit im sozialen Bereich gelernt habe. Ich kann nur noch einmal betonen, für wie wichtig ich diese Institution besonders in Vierteln wie Tierra Firme halte. Die Arbeit, die Sueños ausmacht, ist es Perspektiven aufzuzeigen und dabei zu unterstützen. Wie das Motto schon sagt "juntos construimos un mundo mejor" - "gemeinsam schaffen wir eine bessere Welt". Dabei geht es darum, an seine Träume zu glauben, dafür zu arbeiten und gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. Dieses Programm gibt den Kindern und Jugendlichen Zukunftsperspektiven, für eine bessere einzustehen, gemeinsam an etwas zu glauben und dafür zu kämpfen. Und genau das ist es, was dieses Land meiner Meinung nach braucht. Junge Menschen, die Pläne haben und die Welt als etwas Größeres sehen können als viele der Etlern- und Großelterngeneration. Das zeigt auch nochmal die Notwendigkeit des gegenseitigen Austausches beider Organisationen untereinander. Daher freut es mich umso mehr, dass nun auch Sueños seit einigen Jahren die Möglichkeit hat, jedes Jahr einen Freiwilligen aus Kolumbien nach Deutschland zu schicken und somit beide Länder und Kulturkreise von und miteinander lernen und wachsen können.

Abschließend möchte ich noch loswerden, dass ich durch all die Erlebnisse, egal ob es positive oder negative waren, unheimlich viel über mich selbst, die Arbeit, das Land und vieles vieles mehr gelernt und erlebt habe und dass ich diese Erfahrung nicht missen möchte.

 

Julia Köcher

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