1. Bericht von Julia Köcher, Freiwillige bei „Sueños Especiales" Ibagué“

Julia Köcher (c) Julia Köcher
Julia Köcher
Mo 10. Dez 2018
Anja Klingbeil

Hallo, mein Name ist Julia. Ich bin 19 Jahre alt, habe dieses Jahr Abitur gemacht und bin in Kolumbien um hier meinen Freiwilligendienst bei Sueños Especiales über die DPSG zu machen. Nach einem Monat hier in Ibagué habe ich schon unheimlich viele Eindrücke sammeln können. Aber fangen wir mal am Anfang an.

Ich bin zusammen mit Hanna, Simon und Luis am 06.08.2018 nach Bogotá geflogen. Die Wochen davor bestanden natürlich voller Vorbereitung, Organisation, Aufregung und Verabschiedung. Als es dann endlich soweit war, die Koffer abgegeben wurden, wir unseren Freunden und Familien Auf Wiedersehen gesagt haben, durch die Passkontrolle durch waren und im Flieger saßen, war es ein unheimlich befreiendes Gefühl - endlich geschafft! Angekommen in Bogotá sind Simon, Luis und ich, nachdem wir eine Nacht in Bogota verbracht haben, mit dem Bus nach Ibagué gefahren. Hier werden Simon und ich für das kommende Jahr im Stadtviertel „Tierra Firme“ leben. Ich wurde hier sofort unheimlich herzlich empfangen und habe den ersten Abend mit den Mitarbeitern des Projekts und typisch kolumbianischem Essen verbracht. Mir ist sofort die Herzlichkeit aller und das Interesse an mir aufgefallen- das macht den Start sehr viel einfacher!

Nachdem in den ersten Tagen zunächst organisatorisches erledigt wurde, begann auch schon der 5-wöchige Sprachkurs mit unserem Sprachlehrer Luis Fernando. Wir haben nicht nur trockenen Sprachunterricht gemacht, sondern unternehmen mit ihm auch die verschiedensten Sachen um Land und Leute (und somit auch die Sprache) besser kennenzulernen. In den letzten Wochen waren wir mit ihm in der Stadt, in Einkaufszentren, in Bars und haben durch verschiedene Ausflugsziele einen Einblick in die einzigartige Natur hier bekommen. Dadurch das Ibagué in einem Tal zwischen Bergen liegt hat man hier außerdem von fast jeden Punkt in der Stadt einen Ausblick auf das Gebirge. Allgemein hat Kolumbien durch den Amazonas, die Wüste, die Berge und den Pazifik sowie den Atlantik eine unheimlich vielfältige Natur zu bieten. So schön die Zeit auch im Sprachkurs war, war die Vorfreude auf mein Projekt die ganze Zeit sehr präsent, besonders nachdem ich das erste Mal die Einrichtungen besucht habe und die Mitarbeiter besser kennengelernt habe. Mein erster Monat war durchweg positiv. Ich habe die Möglichkeit bekommen Ibagué in vielen Facetten kennenzulernen und habe mich gut mit meiner Gastfamilie eingelebt.