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Von Chancen und Sorgen :Referentin Ulrike Maqua zum neuen Rat im Pastoralen Raum

Am 8. und 9. November werden die Räte in den Pastoralen Räumen gewählt
Datum:
Do. 28. Aug. 2025
Von:
Abteilung Kommunikation

Warum sich ein Engagement im Rat des Pastoralen Raumes lohnt?


Ein Einsatz im Rat des Pastoralen Raumes lohnt sich, weil Engagierte so den Neuanfang im Pastoralen Raum mitgestalten können.

Der Rat des Pastoralen Raumes ist das wichtigste Beratungs- und Abstimmungsgremium für die Pastoralen Aufgaben in jedem der 44 Pastoralen Räume. Zu seinen Aufgaben gehören die Vergewisserung, Begleitung und Vernetzung der Orte von Kirche, die Wahl der Ehrenamtlichen in die Leitung des Pastoralen Raumes und die Entsendung von Mitgliedern in den Kirchenvorstand bzw. in die Verbandsvertretung sowie in die regionalen Gremien (Arbeitsgemeinschaft Caritas, regionaler Katholikenrat, Regionalpastoralrat). Außerdem hat der Rat ein Anhörungsrecht zum Haushaltsentwurf, der vom vermögensverwaltenden Gremium aufgestellt wird.

Mitglieder des Rates können gemeinsam mit Haupt- und Ehrenamtlichen die vielfältigen Themen und Aufgaben im Pastoralen Raum mitgestalten, thematische oder territoriale Ausschüsse leiten und sich damit intensiv für den eigen Kirchort oder einen Themenbereich, der die eigene Lebensphase besonders betrifft oder interessiert, einsetzen. So können Interessen und Fähigkeiten auf mehreren Ebenen eingebracht   und die Vernetzung im Pastoralen Raum gefördert werden.


Welche Sorgen werden ihnen von den Menschen mitgeteilt? 


Manche Menschen sind besorgt, weil es ab November keine gewählten Pfarrei- und Gemeinderäte mehr geben wird. Sie befürchten, dass die Interessen der kleineren Pfarreien oder Gemeinden im Rat des Pastoralen Raumes untergehen und keine Berücksichtigung mehr finden.

Das sehe ich anders: Die Satzung des Rates ermöglicht und motiviert nämlich dazu, Ausschüsse zu gründen. Diese können themen- oder zielgruppenbezogen (z. B. Caritas, Jugend, Familien) sein, es können aber auch Ortsausschüsse gebildet werden. Hier können Menschen mitarbeiten, die sich für ihren Ort oder ihre Pfarrei engagieren wollen, ohne sich zur Wahl stellen zu müssen. Ich habe die Hoffnung, dass es so gelingen wird, das große ehrenamtliche Engagement, dass es an vielen kleineren Kirchorten gibt, zu erhalten und in enger Anbindung an den Rat des Pastoralen Raumes gut zu begleiten.

Einige Pastorale Räume umfassen ein großes Territorium. Dies macht Menschen Angst, weil sie den Verlust einer wohnortnahen kirchlichen Heimat befürchten. Klar ist, dass wir bei weniger werdenden Ressourcen in Zukunft nicht mehr alle Versorgungsansprüche abdecken können. Die Idee der vielen lebendigen Orte von Kirche, an denen Menschen in Freiheit Jesus Christus und einander begegnen und ihren Glauben leben können, trägt dieser Entwicklung Rechnung und ermöglicht die Fortführung bewährter und die Entstehung neuer Initiativen kirchlichen Lebens.

Vielfältige Gründe, wie der demografische Wandel oder der Rückgang der Kirchenmitglieder, führen mancherorts zu der Sorge, dass nicht genügend Personen gefunden werden können, die bereit sind, für den Rat des Pastoralen Raumes zu kandidieren. Hier kann es helfen, sich bewusst zu machen, dass für den Rat des Pastoralen Raumes weniger Personen gewählt werden müssen als bisher für den GdG-Rat, nämlich nur mindestens sechs, und die Suche von Kandidierenden für Pfarrei- und Gemeinderäte wegfällt. Vielerorts setzt man auf kreative Ideen, Informationsveranstaltungen oder Castings, bei denen deutlich gemacht wird, welche Chancen und Möglichkeiten der Mitgestaltung und Mitbestimmung die Mitarbeit im Rat des Pastoralen Raumes bietet.