Modernes Filmdrama auf Instagram - Ostern neu erzählt:Passion. Er lebt!

Aachen. Was wäre, wenn die Geschichte von Jesus heute geschehen würde? Mit „Passion. Er lebt!“ erzählt das Bistum Aachen die Ostergeschichte neu – als düsteres, modernes Filmdrama. Es geht um Freundschaft und Verrat, um Angst und Hoffnung, um Schuld und die Sehnsucht nach Wahrheit. Und um eine Frage, die bis heute bleibt: Was, wenn das Ende nicht das Ende ist?
Im Zentrum der neu interpretierten Ostergeschichte steht eine Gruppe junger Menschen, die durch Gemeinschaft und eine gemeinsame Überzeugung verbunden sind. Doch als ihr Anführer verhaftet wird, gerät alles ins Wanken. Die Situation eskaliert, das Vertrauen zwischen den Freunden zerbricht. Am Ende hinterlässt der Tod eines wichtigen Menschen Ratlosigkeit. Zurück bleiben Menschen, die versuchen zu verstehen, was geschehen ist und welche Rolle sie selbst dabei gespielt haben.
Regisseur Gerd Schneider (Tatort; Verfehlung) beschreibt seinen Ansatz wie folgt: „Wir erzählen die Ostergeschichte in einer Form, die wir heute wiedererkennen. Ein charismatischer Anführer verschwindet im System – so wie es auch in unserer Zeit passiert.“
Die Geschichte wird fragmentarisch, aus unterschiedlichen Perspektiven und nah an den Figuren und ihren Emotionen erzählt. Stück für Stück entsteht so ein Bild von den Ereignissen und von einer Hoffnung, die stärker ist als Angst, Schuld und Tod. Jannik Görger, der die Figur Peter verkörpert, bringt die emotionale Dimension der Neuinterpretation auf den Punkt: „Es geht um einen Menschen, dem gewaltsam Hoffnung entrissen wird – und das ist heute genauso real wie damals.“
Auch die Perspektive der Figuren selbst bleibt bewusst vielschichtig. Schauspielerin Isabelle Barth sagt über das Projekt: „Für mich steht die Botschaft im Mittelpunkt. Und vielleicht ist genau das das Besondere: Dass jede und jeder darin etwas Eigenes entdecken kann.“
Erzählt wird diese Geschichte nicht im Kino, sondern dort, wo sie heute Menschen erreicht: in fünf Kurzfilmen auf Instagram.
Ab Gründonnerstag, 2. April, veröffentlicht das Bistum Aachen täglich eine neue Episode auf seinem Instagram-Kanal. Die einzelnen Reels greifen zentrale Momente der Passionsgeschichte auf und übersetzen sie in eine berührende, herausfordernde und zum Weiterdenken einladende Bildsprache.
Schon im vergangenen Jahr – Ostern und Weihnachten – hat das Bistum Aachen die biblischen Geschichten in die Moderne geholt. Und hat damit auf Instagram rund drei Millionen Menschen erreicht. Darunter viele, die der Kirche sonst eher fernstehen.