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Newsletter der Frauenseelsorge Region Eifel
 
 
 
 
ehem. Antoniushospital mit Franziskushaus, Am Markt, Schleiden, Juli 2026
 
© iph
 

Sommer in der Stadt – (k)ein Lebensraum

Die (ersten) Hitzewellen des Sommers 2026 sind vorüber. Jetzt sind die Temperaturen für mich erträglicher und ich husche nicht nur eilig zum Einkaufen von Lebensmitteln in die (klimatisierten) Läden. Wieder mehr Zeit um mich umzuschauen.

Die Schleidener Innenstadt ist eine Steinwüste mit zahlreichen losen und zerstörten Pflastersteinen. Versiegelte Flächen mit ein paar kleinen Beeten und immer wieder verschwindenden Minibäumen. Die nächste Fläche wird gerade auf der Seite des alten Rathauses versiegelt. Noch mehr zugepflasterte Flächen, die sich aufheizen. Das Zentrum ist kein Lebensraum, im dem sich Menschen aufhalten wollen. – Auch die Zentren der umliegenden Orte sind ähnlich – versiegelte Flächen ohne Bäume und das nicht nur als Folge der Flutkatastrophe.

Anders gefragt: Wem gehört das Zentrum von Stadt oder Dorf?

  • den Autofahrenden, den geparkten Autos
  • den Geschäftsleuten von Gaststätten, Cafés und Bäckereien, deren Kundschaft nicht 100m Fußweg zuzumuten ist
  • den Familien, die hier leben oder hier Urlaub machen
  • den Frauen, die meist ihre Kinder in Kita und OGS abholen
  • den Kindern, die Fahrrad fahren lernen, malen, im Wasser spielen wollen
  • den Jugendlichen, die einen Ort zum sich Treffen brauchen
  • den Bewohner:innen der Innenstadt
  • den alten – nicht mehr so beweglichen - Menschen, die weiterhin am Leben teilnehmen wollen
  • den Menschen, die ein schattiges Plätzchen ohne Konsumzwang und Autoverkehr zum Sitzen und für Kontakt suchen?

Wie wäre es, wenn das Zentrum des Dorfes oder der Stadt als Lebensraum gestaltet würde: Entsiegeln, begrünen, beschattete Sitz- statt Parkgelegenheiten, Blumenwiese, Bäume, Spiel- und Aufenthaltsort für jung und alt. Kurzum - ein Lebensraum statt eine Pflaster- und Autowüste. An dieser Stelle haben wir sogar Papst Franziskus und Papst Leo auf der Seite der Entsiegelung, sie fordern den Umweltschutz mit sozialer Gerechtigkeit zu verbinden und eine ökologische Umkehr.

 
» Link zum Anschauen und ggfs. Weiterleiten z.B. an die Orts-/Stadtentwicklungsausschüsse in den Kommunen
 
 
  
 
Blick aus dem Weltraum auf die Erde  
 
© Foto von NASA auf Unsplash
 
Gebet für unsere Erde
 

Guter Gott,
du bist in der Weite des Alls gegenwärtig
und im kleinsten deiner Geschöpfe,
du umschließt alles, was existiert,
mit deiner Zärtlichkeit.
Gieße uns die Kraft deiner Liebe ein,
damit wir das Leben und die Schönheit hüten.
Überflute uns mit Frieden,
damit wir als Brüder und Schwestern leben
und niemandem schaden.

Heile unser Leben,
damit wir die Welt schützen
und nicht ausrauben
damit wir Schönheit säen
und nicht Verseuchung und Zerstörung.

Rühre die Herzen der Menschen an,
die nur Gewinn suchen
auf Kosten der Armen und der Erde.

Lehre uns,
den Wert von allen Dingen zu entdecken
und voll Bewunderung zu betrachten;
zu erkennen, dass wir zutiefst verbunden sind
mit allen Geschöpfen
auf unserem Weg zu deinem unendlichen Licht.

Danke, dass du alle Tage bei uns bist.
Ermutige uns in unserem Kampf
für Gerechtigkeit, Liebe und Frieden.

vgl./Auszug Schlussgebet aus der Enzyklika „Laudato si – Über die Sorge für das
gemeinsame Haus“ (2015), Papst Franziskus

 
 
Infos
 
  
  
 
 
auf dem Weg
 
© Bild von Silvia auf Pixabay
Schritte mit Gott
 

Abendwanderung mit spirituellen Impulsen
Freitag, 21. August 2026, 18.30 Uhrzeiten, Dauer ca. 2,5 Stunden, zzgl. Picknick
„Adieu“ heißt „bei Gott“
Treffpunkt: Schleiden-Scheuren, Kapelle
mit anschl. Picknick, zu dem jede etwas mitbringt

 
 
  
  
 
 
Frühstück
 
© Bild von Peggychoucair auf Pixabay
Frauenfrühstücks-Treff
 

Dienstag, 11. August 2026 - 09.00 Uhr bis 11:30 Uhr
Kräuterkunde – gegen Vieles ist ein Kraut gewachsen

Franziskushaus in Schleiden, Klosterplatz 1, Parterre

Frauen verschiedener Generationen, Konfessionen, Religionen, Kulturen und Lebenssituationen können miteinander Frühstücken und in’s Gespräch kommen, kurzer Impuls
die Kosten des einfachen Frühstücks werden umgelegt
ein/zwei Frauen beteiligen sich beim Vorbereiten (ab ca. 8.20 Uhr) oder Aufräumen, bitte bei der Anmeldung mit angeben

Anmeldung  bis Freitag, 07.08.2026

 

 
 
  
  
 
 


zugewandt


 
Frauenbibel-Nachmittag – Zugewandt
 

Freitag, 2. Oktober 2026, ab 16.30 Uhr,
Pfarrheim und Kirche in Schmidtheim
Einander zugewandte Frauen der Bibel kennenlernen, Wort-Gottes-Feier zum Abschluss, biblische Speisen und Getränke als Imbiss
gemeinsam mit Helgard Hoeren, Pastoralreferentin
anmelden bitte bis Montag, 28.09.2026

 

» mehr

 
 

Filmabend für Frauen am 16.10. - findet nicht statt

 

 

 

 
Infos
 
  
  
 
 
Apostelinnen-Leuchter St. Maria Emfpängnis MG Venn, gefertigt von Sonja Toepfer
 
© Bistum Aachen/MHL

Wenn es 13 Apostel:innen gibt, dann sollte es auch 13 Leuchter in den Kirchen und Kapellen geben und nicht nur 12 – oder?

In St. Maria Empfängnis in Mönchengladbach wurde am 19. Juli 2026 der 13. Leuchter für Maria von Magdala als 13. Apostel:in feierlich enthüllt.

 

» zur Webseite

 
 
  
  
 
 
Miteinander reden – Online-Zuhause-Gesprächstrainingskurse für Paare
 

Für welche Leute ist so ein Training?
Für jeden Mann und jede Frau, die etwas für ihre gemeinsame Gesprächskultur tun möchten - sei es zu Beginn einer Beziehung oder aufgrund langjähriger Beziehungserfahrung

 

» mehr Infos

 
 
  
  
 
 
  
 
Feld im Sonnenuntergang  
 
© Foto von Federico Respini auf Unsplash
 
Ohne Frauen ist kein „Hof“ zu machen – aber wer leitet den Hof?
 

2026 ist offiziell das "Internationale Jahr der Frauen in der Landwirtschaft" (UN)

Ländliche Regionen, so auch die Eifel, werden traditionell mit Landwirtschaft in Verbindung gebracht, auch wenn die Zahl der Haupt- und Nebenerwerbsbetriebe deutlich abgenommen hat. Die Frauen in landwirtschaftliche Betrieben – industriell oder traditionell geführt – haben sich schon vor Jahrzehnten zum (regionalen) Landfrauenverband zusammengeschlossen.

Heute „reicht“ es, auf dem „Land“ zu leben, um Mitglied im Landfrauenverband werden zu können. Auch ein Frauen-Verband, der auf vielfältige Weise die (unbeachteten) Interessen der Frauen im ländlichen Raum im Blick hat.

Hier der Link auf Projekte des Landfrauenverbandes – aber es gibt noch mehr zu entdecken.

 

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Antonius-Hospital im Jahr 1953,  
 
© Antonius-Hospital im Jahr 1953, Foto: Stadtarchiv Schleiden
 
Frauenort im Kreis Euskirchen u.a. das Antoniushospital Schleiden am Markt mit dem angebauten Franziskushaus
 

Bei der Einweihnung des Hospitals 1856 lobte der damalige Bürgermeister Kettner >„die hohe Wichtigkeit der Anstalt und Mildthätigkeit Seiner Durchlaucht des Herzogs von Arenberg (…).“ Dass die treibende Kraft dieser Mildtätigkeit die Ehefrau des Herzogs von Arenberg, Ludmilla, war, wurde zeittypisch nicht erwähnt. In ihrem Engagement mischte sich das tradierte Rollenverständnis des Adels mit der neu aufkommenden Bedeutung von Frauen in der Wohlfahrtspflege.

 

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