Weihnachtsimpuls

23. Dezember 2019
Anja Minder

Jedes Jahr feiern wir Weihnachten, die Geburt eines kleinen Babys. Doch machen wir uns eigentlich klar, was das für die Familie konkret bedeutet, zumal vor 2000 Jahren für ein junges, unverheiratetes Paar?

Weihnachten (c) privat
Weihnachten

Ein neuer Mensch in der Familie ist nicht nur für ein paar Tage da, man kann nicht nach den Feiertagen der hoffentlich gesunden Geburt wieder in den gewohnten Alltag zurückkehren. Ein Baby verändert den Alltag dauerhaft, Eltern setzen neue Prioritäten und sehen vieles aus einem völlig neue Blickwinkel. Plötzlich gibt es einen neuen Lebensmittelpunkt, und bei aller Vorbereitung und allen Planungen muss man sich darauf in dem Augenblick einlassen, in dem sich zeigt, was für eine Persönlichkeit dieser neue Erdenbürger hat, welche Bedürfnisse und Charakterzüge er wirklich mitbringt.

Wenn wir also ernst nehmen, dass Jesus für uns und in uns in diese Welt geboren wird, dass er jeden Tag neu "Heute bei Dir" sein möchte, dann müssen wir auch ernst nehmen, welche Anforderungen und Ansprüche er an uns stellt. Sicher werden wir – wie frischgebackene Eltern – nicht sofort auf alles eine Antwort haben, nicht immer alles richtig machen, nicht perfekt sein. Aber ER muss es uns wert sein, jeden Tag aufs Neue unser Bestes zu geben und ihn ernst zu nehmen als Richtschnur und Priorität in unserem Alltag!

Gute Vorsätze für das neue (Kirchen)-Jahr mit Jesus passen also gut auch zu Weihnachten statt zu Silvester: Wie kann er wie damals bei Zachäus heute einen Platz in meinem Haus, in meinem Leben erhalten? Was ändert die Geburt Jesu in meinem Leben? Welche Prioritäten verändert er, welche Änderungen im Alltag mache ich für und mit ihm? Wie kann ich mein Denken und Handeln an ihm und seinen Ideen für ein gutes Leben ausrichten?

 

In diesem Sinne ein gesegnetes Geburtsfest Jesu und ein gutes, erfülltes Jahr 2020!

(Anja Minder)