Ein Innehalten im „Heute bei dir“-Prozess

Über 150 Beteiligte feiern in Mönchengladbach „Haltestellenfest“

Haltestellenfest (c) Bistum Aachen - Luz Müller
Haltestellenfest
9. November 2019
iba

Mönchengladbach, (iba) – Seit Ende 2018 haben viele von ihnen den Stand der katholischen Kirche im Bistum Aachen analysiert und in zahllosen Treffen Ideen entwickelt: Jetzt haben über 150 Beteiligte aus dem ganzen Bistum – Mitglieder der Teilprozessgruppen und Vertreter der Diözesanen Räte – im Monforts Quartier in Mönchengladbach die Erkenntnisse der ersten Phase im „Heute bei dir“-Prozess zusammen mit den Mitgliedern der Lenkungsgruppe reflektiert und gemeinsam gefeiert.

Im Rahmen des Haltestellenfestes dankte Aachens Bischof Dr. Helmut Dieser den Mitgliedern der 13 Teilprozessgruppen für ihr großes Engagement und die Bereitschaft, über Monate intensiv an ihren Themen zu arbeiten. „Diese hohe Identifikation werden wir auch für die nächste Prozessphase brauchen“, betonte der Bischof. „Wir haben alle Grund uns zu freuen, dass wir das miteinander geschafft haben. Sie haben 13 sehr engagierte und qualifizierte Berichte geschrieben“, lobte er das Ergebnis. „Das ist beeindruckend, das dürfen wir mit großer Freude erzählen.“

Der synodale Gesprächs- und Veränderungsprozess des Bistums will möglichst viele Menschen beteiligen, er lebt von Wechsel, vom Ein- und Aussteigen von Akteuren wie bei einer Haltestelle. Beim danach benannten „Haltestellenfest“ ging es darum, inne zu halten und auf das gemeinsame Engagement zurückzuschauen.

Auf einem „Marktplatz“ wurde von Seiten der Lenkungsgruppe des Prozesses über den aktuellen Stand informiert. Die Arbeit der 13 Teilprozessgruppen – Kleingruppen mit Menschen aus allen Gesellschaftsbereichen – ist mit der Abgabe ihrer Abschlussberichte zur ersten Phase „Wir wollen reden“ beendet. Aus den Abschlussberichten und weiteren Erkenntnissen hat die Lenkungsgruppe Empfehlungen entwickelt, die unter www.heute-bei-dir.de veröffentlicht sind, auf dem Haltestellenfest erklärt wurden und noch bis Ende des Jahres in den Diözesanen Räten besprochen werden. Aus allen Rückmeldungen wird Anfang 2020 die zweite Prozessphase „Wir wollen uns verändern“ entwickelt. Und die Rückmeldungen von vielen Beteiligten ist: Wir wollen uns auch weiterhin engagieren, um die Zukunft der Kirche gemeinsam zu gestalten.

Nach dem breiten Austausch wurde bei Essen und Musik gemeinsam gefeiert. So begeisterten zum Beispiel die Musikgruppen „Shalom Chor“ und „Shpil, Klezmer, Shpil!“ aus der Mönchengladbacher Pfarrgemeinde St. Bonifatius das Publikum. Außerdem setzten die Geistlichen Begleiter des „Heute bei dir“-Prozesses nachdenkliche Impulse an einer vom Volksverein Mönchengladbach gebauten Haltestelle.

Zum Hintergrund:

„Heute bei dir“ ist der synodale Gesprächs- und Veränderungsprozess im Bistum Aachen, den Bischof Dr. Helmut Dieser in seiner Silvesterpredigt 2017 ausgerufen hat. 

„In allen Beratungen des 'Heute bei dir'-Prozesses geht es um die Frage, wie wir als Kirche in die heutige Pluralität der Gesellschaft neu aufbrechen können, um den Menschen verschiedener Milieus die Begegnung mit dem Evangelium zu erschließen. So soll eine erkennbar missionarisch-diakonische Grundgestalt der Kirche für das 21. Jahrhundert entwickelt werden.“ (Dr. Helmut Dieser, Bischof von Aachen)

Alle Infos unter www.heute-bei-dir.de. (iba/Na 074)

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