Basis-Arbeitsgemeinschaften (AGs)

Die zweite Prozessphase wird nach acht priorisierten Themenschwerpunkten gegliedert: „Gottesdienst, Gebet und Katechese“, „Orte von Kirche“, „Weiterentwicklung pastorale Räume“, „Willkommens- und Kommunikationskultur“, „Geschlechtersensible Haltung“, „Diakonische Verantwortung“, „Leben und Glauben von Jugendlichen und jungen Erwachsenen“ und „Charismen-Orientierung im Ehrenamt“. Jeden dieser acht Themenschwerpunkte bearbeitet jeweils eine „Basis-AG“. Basis AGs sind Arbeitsgruppen, die sich aus professionellen und multiperspektivischen Gesichtspunkten zusammensetzen und interne und externe Experten an einen Tisch holen. „Die Basis-AG ist das, was ihr Name besagt: Sie bildet die ,Basisstation‘ für ein Thema, bei der Fäden, Gedanken und Projekte immer wieder zusammenlaufen. Sie hat den Auftrag, andere zu beteiligen und viele verschiedene Stimmen zum Thema zusammenzutragen“, erklärt der Generalvikar. Sie  besteht aus jeweils acht bis zehn Personen – aus hauptamtlichen Mitarbeitern, ehrenamtlich engagierten Menschen und einem Vertreter der Diözesanen Räte. Sie sollen sich selbstorganisiert im wöchentlichen Rhythmus zusammensetzen und für ihren Schwerpunkt bis zum Sommer 2021 Kriterien, Leitlinien und Mindeststandards entwickeln, mit denen zukünftig gearbeitet werden soll. Die Basis-AGs starten nach den Sommerferien – allerdings zeitversetzt nach der jeweiligen Zusammenstellung der Gruppen und mit jeweils eigenen Kick-Offs.

Alle übrigen der Themen im „Heute bei dir“-Prozess, die in Phase 1 durch Gespräche mit tausenden Menschen identifiziert wurden, über Teilprozessgruppen, Regionalteams und Jugendchecks in Analyseberichte und in Empfehlungen der Lenkungsgruppe mündeten, werden auf vier mögliche Weisen bearbeitet: a.) in den Fachabteilungen des Bischöflichen Generalvikariats bzw. in den zuständigen Einrichtungen des Bistums, b.) zu einem späteren Zeitpunkt, c.) in einem passenden der acht Themenschwerpunkte oder d.) sie werden mit dem synodalen Weg der Deutschen Bischofskonferenz verschränkt.

„Es geht aber nicht darum, fertige Konzepte zu erstellen“, sagt Generalvikar Dr. Andreas Frick. Stattdessen werden „Roadmaps“ nach jeweils drei Szenarien entwickelt: Die Arbeit im Themenschwerpunkt mit einer gleichbleibenden Ressourcenausstattung, mit um 33 Prozent reduzierten Ressourcen sowie mit um 33 Prozent erweiterten Ressourcen. Dafür können die Basis-AGs in den kommenden Monaten Formate wie z. B. öffentliche Austausch- und Resonanzforen, kleinere Fachforen oder regionale Konsultationen initiieren und so auch eine breitere Öffentlichkeit  beteiligen. Die Arbeit wird erneut durch eine umfassende Empirie begleitet. Die Diözesanen Räte werden – neben ihrer Beteiligung in den Basis-AGs – durch Gemeinsame Konferenzen einbezogen. Zwischen der Abgabe der Roadmaps im Sommer 2021 und dem Start der dritten Prozessphase „Wir wollen neu handeln“ ab Januar 2022 wird es noch Abstimmungsschleifen u.a. mit Bischof Dr. Helmut Dieser, mit den Verantwortlichen im Prozess und den Diözesanen Räten geben.

Die Aufträge an die Basis-AGs sind hier zu finden. 

So wie hier beim Themenforum 2019 in Aachen sollen auch in der zweiten Prozessphase Kleingruppen an der Zukunft der katholischen Kirche arbeiten. (c) Bistum Aachen - Andreas Steindl
So wie hier beim Themenforum 2019 in Aachen sollen auch in der zweiten Prozessphase Kleingruppen an der Zukunft der katholischen Kirche arbeiten.