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Kolonialismus in Aachen

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Datum:
Sa 5. Sep 2020
Art bzw. Nummer:
A 28705
Ort:
Innenstadt Aachen und Bischöfliche Akademie

WEITERER TERMIN: 17. April 2021,10-15 Uhr

Diese Veranstaltung wird noch einmal am 17. April 2021 wiederholt. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Sie mögen Stadtrundgänge, setzen sich gerne mit historischen Orten und Quellen auseinander und wollen mehr über die Kolonialzeit in Aachen erfahren? Dann besuchen Sie diesen Stadtrundgang, der vom Beginn des 16. Jahrhunderts an einen historischen Bogen in die heutige Zeit spannt und die vielfältigen Aspekte des (post-)kolonialen Aachens aufzeigt.

 

Treffpunkt: Um 9.45 Uhr vor dem Hauptgebäude der RWTH Aachen, Templergraben 55

Vor etwas mehr als einhundert Jahren musste das Deutsche Reich seine Kolonien an die Siegermächte des Ersten Weltkriegs abtreten. Andere europäische Staaten hielten noch bis in die 1960er und 1970er Jahre an ihren Kolonialreichen fest. Auch wenn Kolonialismus in der öffentlichen Wahrnehmung bisher nur ein Randthema ist, so wirken dessen Folgen bis heute nach. Diese müssen thematisiert werden, um die Zusammenhänge der globalisierten Welt zu verstehen: Die ungerechte Verteilung von Wohlstand, ungleiche Handelsbeziehungen sowie autoritäre Regime und gewaltsame Konflikte in ehemaligen Kolonien. Zudem sind eurozentrische und rassistische Denkweisen noch in vielen gesellschaftlichen Bereichen verbreitet und die Dekolonialisierung der Köpfe ist noch lange nicht abgeschlossen.

Das koloniale Projekt des deutschen Reiches prägte nicht nur Metropolen wie Hamburg oder Berlin. Auch eine Stadt wie Aachen war durch ihre Hochschule, die Missionsvereine und kolonialen Agitationsverbände sowie die Kolonialwarenläden vielfach mit dem Kolonialismus verbunden, der auch in der Alltagskultur durch Kolonialfeste, Völkerschauen oder Stücke der Aachener Puppenspiele („Öcher Schängche“) präsent war. Der Rundgang durch das postkoloniale Aachen spürt diesen heute weitgehend vergessenen Orten, Menschen und Ereignissen nach und erzählt ihre Geschichten anhand zahlreicher Abbildungen und Dokumente aus Aachener Archiven. Kleine Exkurse verdeutlichen dabei die Perspektive der Menschen in den Kolonien. Im Anschluss an den Rundgang findet eine Reflexion und thematische Vertiefung in der Bischöflichen Akademie statt. 

 

Nach Verstreichen der Online-Anmeldefrist ist eine Anmeldung nur noch per E-Mail oder telefonisch möglich.

 

Programm

09.45 Uhr Treffpunkt am Hauptgebäude der RWTH Aachen
10:00 Uhr  Beginn Stadtrundgang 
12:30 Uhr  Mittagessen in der Bischöflichen Akademie (im Tagungsbeitrag mit inbegriffen)
13:30 Uhr  Seminar - Reflexion und thematische Vertiefung
15:00 Uhr  Ende des Seminars 

 

Referent

Jan Röder ist Diplom -Sozialpädagoge und Geschichtswissenschaftler. Derzeit ist er Mitarbeiter im Bildungsbüro der StädteRegion Aachen im Bereich Bildung und Migration. Darüber hinaus hat er einen Lehrauftrag an der Katholischen Hochschule Aachen zu postkolonialer Bildungsarbeit. 

 

Weitere Informationen

Organisation

Veranstalter Bischöfliche Akademie des Bistums Aachen
Leitung Dr. Laura Büttgen
Referent/in Jan Röder 

Kosten

20,00 € / 15,70 €*

Tagungsbeitrag

  Der Tagungsbeitrag wird vor Ort zu Beginn der Veranstaltung eingesammelt. Bitte bringen Sie das abgezählte Geld in einem Briefumschlag mit.
 

*Die Ermäßigung gilt für Schüler/innen, Studierende (in der Erstausbildung), Auszubildende und Arbeitslose. Weitere Differenzierungen sind leider nicht möglich.

Anmeldung

  Frau Anne Schoepgens
  0241/47996-25
  anne.schoepgens@bistum-aachen.de
  Bischöfliche Akademie
Leonhardstr. 18-20
52064 Aachen
  Anmeldefrist: 31.08.2020

 

Nachmeldungen zu stattfindenden Veranstaltungen können bis zu 4 Tage vor Beginn angenommen werden. 

Bei Verhinderung bitten wir um Nachricht (möglichst bis fünf Tage vor Veranstaltungsbeginn). Andernfalls müssen wir Ihnen den vollen Betrag der jeweiligen Gebühr in Rechnung stellen.

Es gibt noch freie Plätze

Anmeldung für Ein- oder Mehrtagesveranstaltung

 


Details zur Veranstaltung


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