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HYBRIDE- Veranstaltung „Belgien und Kongo. Koloniale Verflechtungen, aktuelle Debatten und Spoken-Word-Performances“ 

Datum:
Do. 6. Mai 2021
Art bzw. Nummer:
A 32976
Ort:
Bischöfliche Akademie
Leonhardstr. 18-20
52064 Aachen

Auftaktveranstaltung der Veranstaltungsreihe „Aachen postkolonial. Verbindungen. Verflechtungen. Nachwirkungen.“  in Kooperation u.a. mit „VHS Aachen/NRWeltoffen!“, Pädagogisches Zentrum Aachen (PÄZ) sowie Susanne Bücken und Jan Röder, tätig in der politischen Bildungsarbeit, uvm.

Mit dieser Veranstaltung wollen wir einen Blick auf unser Nachbarland Belgien und auf die aktuellen gesellschaftspolitischen Diskussionen um die postkoloniale Verantwortung werfen. 
 
Zwischen 1885 und 1908 war die heutige Demokratische Republik Kongo das Privateigentum des belgischen Königs Leopold II., der das Land und die Bevölkerung grausam und systematisch mittels Sklaverei und Zwangsarbeit ausbeutete. Während seiner Herrschaft kamen im Kongo rund 10 Millionen Menschen ums Leben. Aufgrund des internationalen und nationalen Drucks auf Leopold II. verkaufte er die Privatkolonie 1908 gewinnbringend an den belgischen Staat. Sie wurde bis zur Unabhängigkeit von Belgien im Jahr 1960 „Belgisch-Kongo“ genannt.
 
In der Veranstaltung wollen wir kritisch und auf vielfältige Weise (Spoken-Words-Performances, Vortrag, Gesprächsrunde) die Auseinandersetzung Belgiens mit seiner Kolonialvergangenheit thematisieren, die nur sehr langsam voran schreitet. Erst im Juni 2020, also 60 Jahre nach der Unabhängigkeit, hat der belgische König Philippe erstmals öffentlich das koloniale Terrorregime Leopold II. bedauert und die damit einhergehenden Folgen, wie Rassismus kritisiert. Denn nach dem gewaltsamen Tod von George Floyd in den USA im Mai 2020, den weltweiten Denkmalstürzen, die vor allem durch die Black-Lives Matter-Bewegung in Gang gesetzt wurden, haben sich auch in Belgien die Proteste gegen Rassismus, Neokolonialismus und eine unkritische Vergangenheitsbewältigung sowie beispielsweise der Wunsch nach einer posthumen Entthronung König Leopold II. vermehrt.
 

Die Veranstaltung wird voraussichtlich als Hybridveranstaltung, also einer Kombination aus Online- und Präsenzveranstaltung im Saal der Bischöflichen Akademie stattfinden. Im Anmeldeformular können Sie angeben, ob Sie an der Präsenz- oder der Onlineveranstaltung teilnehmen möchten. 

Weitere Informationen

Organisation

Veranstalter

Bischöfliche Akademie des Bistums Aachen

Leitung Dr. Laura Büttgen
Referent/in

Jessy James La Fleur, Spoken-Words Künstlerin, Belgien

Dr. Julien Bobineau, Wissenschaftler und Anti-Rassismustrainer, Würzburg

Emilene Wopana Mudimu, Spoken-Words-Künstlerin, Leiterin des KingzCorner e.V., Aachen

Dr. Christiane Bongartz, Direktorin der Bischöflichen Akademie, Aachen 

Moderation Dr. Laura Büttgen, Dozentin der Bischöflichen Akademie, Aachen

Kost

  kostenfrei

Anmeldung

 

Bitte melden Sie sich über den Anmeldebutton auf dieser Seite an, bei Rückfragen kontaktieren Sie gerne:

Frau Anne Schoepgens

  0241/47996-25
  anne.schoepgens@bistum-aachen.de
  Bischöfliche Akademie
Leonhardstr. 18-20
52064 Aachen
  Anmeldeschluss: 02.05.2021
Es gibt noch freie Plätze

Veranstaltungsanmeldung 

 

 

Details zur Veranstaltung

 

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