Volles Programm in der GdG

Das erste Jahr ihrer Berufseinführung wird für Gemeindeassistentin Birgit Schmidt von Prüfungen geprägt

Birgit Schmidt fühlt sich wohl mit ihren neuen Aufgaben und schaut freudig in die Zukunft. Zurzeit bereitet sie sich auf die Prüfung vor, um im Sommer die Missio canonica (die Berechtigung, Religion zu unterrichten) zu erhalten. (c) Garnet Manecke
Birgit Schmidt fühlt sich wohl mit ihren neuen Aufgaben und schaut freudig in die Zukunft. Zurzeit bereitet sie sich auf die Prüfung vor, um im Sommer die Missio canonica (die Berechtigung, Religion zu unterrichten) zu erhalten.
Di 2. Apr 2019
Aus der KirchenZeitung, Ausgabe 14/2019 | Garnet Manecke
Birgit Schmidt hat den Neuanfang gewagt: Nach ihrem dreijährigen Fernstudium der Theologie absolviert die Jackeratherin gerade ihre dreijährige Berufseinführung in der Pfarrei Herz Jesu in der GdG Rheydt West.

 Derzeit bereitet sie sich auf die Prüfungen zur Missio canonica, der kirchlichen Lehrerlaubnis, im Sommer vor. Zur Vorbereitung auf das Osterfest liest Birgit Schmidt mit ihren Grundschülern. „Mit der ersten Klasse lese ich das Buch ,Der Chamäleonvogel‘, in dem die Ostergeschichte erzählt wird“, berichtet die 46-Jährige. „Mit der Geschichte erfahren die Kinder, welche Gefühle darin vorkommen, dass zum Beispiel auch Jesus Angst vor der Folter hatte.“ Mit den Viertklässlern nimmt sie in diesen Tagen „Abschied, Tod und Trauer“ durch. „In dem Buch stirbt ein Junge. Anhand dieser Geschichte spreche ich mit den Kindern darüber, welche Auferstehungshoffnung wir Christen haben“, sagt Schmidt. Seit August vergangenen Jahres ist sie Gemeindeassistentin in der Pfarrei Herz Jesu. Eine intensive Zeit, die von Prüfungen geprägt ist.

Die religionspädagogische Ausbildung findet im Katechetischen Institut in Aachen statt. Gerade schreibt Schmidt an einer Hausarbeit, in der sie sich ebenfalls mit dem Themenkreis Abschied, Tod und Trauer beschäftigt. Die Prüfungen vor dem Ministerium für Schule und Bildung stehen im Sommer bevor, die Voraussetzung, um die Missio canonica (die Erlaubnis, Religion zu unterrichten) zu erhalten. Und weil sie in den Beerdigungsleiterdienst möchte, macht sie jetzt schon die entsprechende Fortbildung, obwohl die eigentlich erst für das dritte Assistentenjahr vorgesehen ist. Über Langeweile kann sich die Gemeindeassistentin also nicht beklagen. Trotz ihres Pensums denkt sie weiter. „Im Moment liegt der Fokus noch darauf, die GdG kennenzulernen“, sagt sie. Auf ihrer GdG-Karte gibt es noch einige weiße Flecken. Um die zu füllen, nimmt sie regelmäßig an Gemeindesitzungen teil. Im Januar hat sie die Sternsinger in den Gemeinden St. Johannes und in Herz Jesu Pongs begleitet. „Da erlebt man die Gemeinde noch mal ganz anders“, hat sie festgestellt.

„Ich begegne den Menschen in ihren unterschiedlichen Lebenssituationen“, sagt sie, wenn man sie fragt, was sie an ihrer Berufswahl besonders schätzt. In Schule und Kommunionvorbereitung arbeitet sie mit Grundschulkindern von der ersten bis zur vierten Klasse. Im GdG-Rat trifft sie auf Erwachsene aller Altersklassen und bei der KFD macht sie erste Erfahrungen mit der Frauenarbeit in der GdG. Auch das Begegnungszentrum Hannes am Schmölderpark macht sie neugierig. „Da gibt es so viele Felder, in die ich reinschauen kann“, freut sie sich auf die Zeit nach den Prüfungen. Wo sie jeweils eingesetzt wird, bespricht sie mit ihrem Mentor, Gemeindereferent Roland Weber. Er begleitet sie die ganzen drei Jahre ihrer Berufseinführung. Noch ist sie in der Phase, in der sie bei verschiedenen Projekten hilft und unterstützt. In den kommenden zweieinhalb Jahren wird sie auch eigenverantwortlich Projekte übernehmen. Darauf freut sich Birgit Schmidt besonders.