Starke Gemeinschaft von Weltverbesserern

Die 72-Stunden-Aktion im Bistum endete mit einer bunten Abschluss-Party und vielen frohen Gesichtern

Auf der Bühne der Alsdorfer Stadthalle sorgten unter anderem die Tänzer vom 72-Stunden-Flashmob für Stimmung. Auch Stoppi war begeistert. (c) Andrea Thomas
Auf der Bühne der Alsdorfer Stadthalle sorgten unter anderem die Tänzer vom 72-Stunden-Flashmob für Stimmung. Auch Stoppi war begeistert.
Di 28. Mai 2019
Aus der KirchenZeitung, Ausgabe 22/2019 | Andrea Thomas

„Es ist unser Glaube, den wir leben, denn wir wollen nicht nur reden. Lasst uns was bewegen in 72 Stunden“, heißt es im Refrain des Aktionssongs. Das haben die Kinder und Jugendlichen im Bistum Aachen mit Bravour erfüllt. Sie haben mit viel Leidenschaft die Welt für sich und andere zu einem besseren Ort gemacht.

Rund 3500 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene haben sich in 189 sozialen, politischen und ökologischen Projekten engagiert. Sie haben Brücken zu anderen gebaut: 15 Gruppen haben Zeit mit Menschen in Seniorenheimen verbracht, zehn Projekte sich für obdachlose und benachteiligte Menschen eingesetzt. In 34 Projekten Gemeinschaft erlebbar gemacht: Kinderfeste veranstaltet, multikulturelle Begegnungen organisiert oder sich mit der Europawahl auseinandergesetzt. Ganz hoch im Kurs stand auch der Erhalt unserer Schöpfung: 30 Gruppen haben sich mit dem Thema beschäftigt und zum Beispiel Müll gesammelt oder Insektenhotels gebaut.

 

Gemeinsam stark gewesen

Die Aktion, die vom BDKJ- Diözesanverband in gemeinsamer Trägerschaft mit dem Bistum umgesetzt wurde, überzeugte außerdem mit ihrer Vielseitigkeit. Es waren Kinder und Jugendliche aus allen Schichten mit dabei, kirchennahe und kirchenfernere und auch aus anderen Religionen, aus Schulen und Pfarreien, aus offenen Jugendtreffs und Jugendverbänden. Sie alle haben „72 Stunden – Uns schickt der Himmel“ für sich ganz individuell interpretiert, mal mit Projekten über die vollen drei Tage (Übernachten inklusive), mal nur mit einer Tagesaktion. Einige Gruppen hatten sich auch auf die neue Variante „Connect it“ eingelassen, bei der sie ein Projekt mit einer ihnen bis dahin unbekannten Gruppe gemeinsam gemacht haben.

„Es ist großartig, dass die 72-Stunden-Aktion eine so große Außenwirkung erzielen konnte“, bedankte sich Karina Siegers, Fachbereichsleitung Jugend im Generalvikariat, bei den Akteuren und allen, die die Gruppen unterstützt und besucht haben, wie Bischof Helmut Dieser und Weihbischof Johannes Bündgens. Auch Benedikt Patzelt, BDKJ-Diözesanvorsitzender, war „glücklich über so viele tolle Projekte“ und das Engagement und die Begeisterung der Kinder und Jugendlichen. In 72 Stunden sei viel Gemeinschaft entstanden. Zufrieden waren auch die Koordinierungskreise, die die Aktion in den Regionen organisiert und begleitet haben. „Die anstrengendste Phase waren für uns die Tage davor, nach dem Auftakt wurde es etwas entspannter“, erklärte Buddy Paggen vom Ko-Kreis Aachen-Stadt/Land. Da waren sie dann „nur noch“ auf Achse, um bei allen Gruppen in ihrer Region vorbeizuschauen.

 

Gemeinsam gefeiert

Nach fast 72 Stunden waren alle etwas geschafft, aber noch lange nicht zu müde zum Feiern. Rund 350 (aus allen Regionen) kamen zur bistumsweiten Abschlussparty, die diesmal in Aachen-Land in der Stadthalle in Alsdorf stieg. Auf der Bühne sorgte unter anderem Pate Khalid Bounouar für gute Laune. Im Saal, Foyer und im Außengelände gab es Mitmachaktionen vom Kicker über Dosenwerfen bis Rodeo oder man konnte ein witziges Erinnerungsfoto machen. „Hat Spaß gemacht, mit anderen Gutes zu tun“, erklärte Sophia (12) aus Schwalmtal. Sahen Celine (13), Fiona (7) und Alicia (10) aus Willich genauso und – auch das Abschlussfest sei „toll!“