„Maria, Maienkönigin, dich will der Mai begrüßen.“

Mit dem 1. Mai beginnt der Marienmonat

Gnadenbild im Aachener Dom (c) Bistum Aachen / Andreas Steindl
Gnadenbild im Aachener Dom
Di 30. Apr 2019
Bistum Aachen

„Maria, Maienkönigin, dich will der Mai begrüßen.“ Mit diesen Worten beginnt ein Marienlied aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.

Zu dieser Zeit kam der Brauch der Maiandachten auch nach Deutschland, sie waren in der Barockzeit in Italien entstanden. 1841 fand die erste Maiandacht im deutschsprachigen Raum, und zwar im Kloster der »Guten Hirtinnen« bei München, statt, der Brauch breitete sich aber schnell in ganz Deutschland aus. So fand die erste Maiandacht in Aachen bereits 1842 statt.

Maiandachten sind Wortgottesdienste, oft am „Maialtar“, auf dem eine Marienstatue steht, die mit Blumen und Kerzen geschmückt ist. Mancherorts haben Familien auch Zuhause einen Maialtar, an dem z.B. gemeinsam der Rosenkranz gebetet wird.

Hintergrund dieser Tradition ist, dass sich im Mittelalter eine große Marienfrömmigkeit bis hin zur „Marienminne“ entwickelte. Zeitgleich wurden heidnische Maifeste in christliche Feierlichkeiten umgewandelt. Daher stammt vermutlich die Umdeutung des Mai zum Marienmonat.
Der Mai ist der Monat, in der überall die Natur erblüht. Das wurde auf Maria bezogen. Sie wird auch als erste und schönste Blüte der Erlösung, als „Frühling des Heils“ verehrt.

Das Lied „Maria Maienköigin“ ist im Gotteslob unter der Nummer 837 (Eigenteil der Diözese Aachen) zu finden.

Mehr Informationen zu Maibräuchen finden sich auch auf www.brauchtum.de