„Heute bei dir“: Regionalbericht Düren veröffentlicht

Viele Gespräche lieferten Erkenntnisse für die erste Prozessphase

Regionalteam Düren (c) Peter Plum
Regionalteam Düren
Mi 30. Okt 2019
Stabsabteilung Kommunikation

Aachen, (iba) – Auf die Menschen zugehen und erfahren, was sie bewegt und was ihnen für die Zukunft der Kirche wichtig ist – das ist eines der Ziele im „Heute bei dir“-Prozess.

Das Regionalteam Düren hat diese Idee konsequent umgesetzt und im vergangenen Jahr zahlreiche Gespräche geführt. Jetzt hat das Team seinen Regionalbericht, der den Stand der katholischen Kirche in Düren analysiert, unter www.heutebeidir.de online veröffentlicht. Der Öffentlichkeit ausführlich vorstellen wird das Regionalteam seine Erkenntnisse am Mittwoch, 20. November, um 18.30 Uhr in St. Peter in Birkesdorf. Um eine Anmeldung bis zum 8. November per Mail unter bistumsregion-dueren-eifel@bistum-aachen.de wird gebeten.  

„Wir haben bereits sehr viele engagierte Menschen getroffen, die mit großem Einsatz das kirchliche Leben in ihrem Bereich aufrecht erhalten“, sagt Regionalvikar Norbert Glasmacher, der zusammen mit Pastoralreferentin Maria Buttermann und der ehrenamtlichen Mitarbeiterin Gudrun Zentis seit Herbst 2018 das Regionalteam bildet. Der Bericht des Regionalteams ist zusammen mit anderen Analysen Grundlage für die weitere Arbeit im synodalen Gesprächs- und Veränderungsprozess im Bistum Aachen. „Jeder ist vollauf mit seiner Situation beschäftigt und weiß in der Regel nichts von dem, was anderswo läuft“, sagt Maria Buttermann und Gudrun Zentis ergänzt: „Dabei sitzen wir doch alle in einem Boot und haben die gleichen Probleme und Fragen.“

Der besseren Information und Vernetzung dient der neue Newsletter des Regionalteams, für den sich die Menschen auf deren Internetseite anmelden können (www.bistum-aachen.de/Region-Dueren-Eifel/aktuell/newsletter-regionalteam-dueren). „Vernetzen allein reicht jedoch nicht“, sagt Maria Buttermann. So habe das Regionalteam den Eindruck, dass in der Vergangenheit eine Verständigung über Glaubensinhalte zu kurz gekommen und damit ein inhaltlicher Konsens verloren gegangen sei. Für die Neuaufstellung der Kirche in der Gesellschaft sei jedoch die Frage zentral, was heute die christliche Identität ausmacht. „Außenstehenden muss deutlich werden, worin der ‚Mehrwert‘ des Glaubens für das eigene Leben besteht“, zitiert Gudrun Zentis aus dem Bericht, und Regionalvikar Glasmacher ergänzt: „Denn die Menschen suchen zu allen Zeiten Antwort auf die großen Fragen nach dem Sinn des Lebens.“ Dafür ist das Regionalteam aktiv geworden und hatte beispielsweise am 12. Oktober zu einem Besinnungstag für ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter nach Vossenack eingeladen, an dem 40 Personen teilnahmen. „Das war einer der Höhepunkte unseres ersten Jahres“, lautet das Resümee des Regionalteams. Es müsse das Bewusstsein wachsen, dass alle Christen gemeinsam eine Glaubensgemeinschaft bilden – in der es künftig viele „Gesichter“ der Kirche geben werde.  

Und so will das Regionalteam auch weiterhin mit allen haupt- und ehrenamtlich Aktiven in der Region im Gespräch sein, „denn die Veränderung der Kirche im Bistum Aachen gelingt umso besser, je mehr Menschen daran beteiligt werden“, sagt Norbert Glasmacher. Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich am 20. November in Birkesdorf.  

Zum Hintergrund: 

„Heute bei dir“ ist der synodale Gesprächs- und Veränderungsprozess im Bistum Aachen, den Bischof Dr. Helmut Dieser in seiner Silvesterpredigt 2017 ausgerufen hat.  
„In allen Beratungen des 'Heute bei dir'-Prozesses geht es um die Frage, wie wir als Kirche in die heutige Pluralität der Gesellschaft neu aufbrechen können, um den Menschen verschiedener Milieus die Begegnung mit dem Evangelium zu erschließen. So soll eine erkennbar missionarisch-diakonische Grundgestalt der Kirche für das 21. Jahrhundert entwickelt werden.“ (Dr. Helmut Dieser, Bischof von Aachen)  (iba/Na 071)