„Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden“

Pontifikalamt mit Bischof Dr. Helmut Dieser in der Osternacht

Bischof Dr. Helmut Dieser (c) Bistum Aachen / Andreas Steindl
Bischof Dr. Helmut Dieser
Do 18. Apr 2019
Stabsteilung Kommunikation

Aachen, (iba) – Bischof Dr. Helmut Dieser hat in seiner Predigt in der Osternacht im Hohen Dom zu Aachen die Botschaft des Osterfestes in den Mittelpunkt gestellt: „Sein ganzes gelebtes Leben ist nicht einfach verlängert, sondern absolut nach vorne und oben katapultiert worden, aus der Zeit heraus ins endgültig Lebendige, er hat alle Vergänglichkeit, allen Tod völlig hinter sich gelassen und kommt an kein Ende. Er ist auferstanden, das heißt: Gott hat aus dem Leben Jesu die Zukunft gemacht, die ohne Ende Gegenwart ist.“ 

Die Osterbotschaft lasse alles bis dahin Bekannte hinter sich. Alle Ostererzählungen zeigten etwas davon, dass das Unerklärliche nur allmählich immer einleuchtender und zum unerschütterlichen Glauben werden konnte. Was für die Zeugen des Osterwunders die Wahrheit der Auferstehung sichtbar gemacht habe, war kein Spektakel oder überwältigende Zauberei, sondern: dass Gott das Unerklärliche zusammenbringt.
Jesus hat den Tod besiegt. „Er ist der Erstgeborene der Toten, das heißt: das absolut Neue, das nie mehr alt wird, der aber alle anderen in seinen Schlepptau zieht“, so Bischof Dieser weiter. Dieses absolut Neue, das der auferstande Jesus ist, komme mit seiner ganzen Wirkkraft nun auch endgültig in ihr Leben hinein, sagte Bischof Dr. Helmut Dieser an die beiden Frauen gerichtet, die während der Feier der Osternacht neu getauft wurden, die Firmung sowie die Erste Heilige Kommunion empfangen haben.

„An ihn glauben heißt: nichts Böses ist endgültig! Alles gerät unter die Zukunftsmacht, die Veränderungs- und Heilungsmacht des Auferstandenen.“ Damit bringe Gott in unserem Leben alles zusammen und mache daraus das Leben, das nie mehr endet. „Voll Freude ergreifen wir diesen Glauben neu in dieser Heiligen Osternacht, indem wir alle dann unser Taufversprechen erneuern.“ Deshalb feiern wir Ostern: Weil Jesus Christus vorne ist und oben, im Licht und in der reinen Freude. „Heute und immer neu wollen wir uns deshalb an Jesus freuen: Er ist, was wir sein werden – schöner als jede Vorstellung! Feiern wir Ostern und Taufe aus vollem Herzen: denn das Unerklärliche hat Gott wahr gemacht.“ (iba / Na 025)