Drohende Schließung der Kath. Hauptschule Neuwerk

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Datum:
Mo. 14. Juni 2021
Von:
HArald Brouwers

Die "Ampelfraktionen" im Stadtrat Mönchengladbachs haben den Antrag auf auslaufende Schließung der Kath. Hauptschule Neuwerk zugunsten einer Erweiterung der Hans-Jonas-Gesamtschule gestellt.

Zusammen mit unseren Gremien haben wir unten stehende Entgegenung an Oberbürgermeister und Fraktionen im Stadtrat geschrieben.

Außerdem besteht die Möglichkeit in in einer Online-Petition für den Erhalt der Kath. Hauptschule Neuwerk zu unterschreiben.

 

Wir sind verständnislos, dass eine Schließung der Kath.Hauptschule Neuwerk von den Fraktionen der „Ampelkoalition“ beantragt worden ist.

Seit Jahren unterstützen wir diese katholische Schule durch die Arbeit unseres Schulseelsorgers und sind überzeugt von der sehr guten Arbeit, dem pädagogischen Konzept und der christlichen Werteerziehung in dieser Schule. Auch die Zusammenarbeit unserer in den letzten Jahren aufgebauten Jugendarbeit mit dem Jugendcafé Neuwerk und der KOT in Bettrath zeigt die Wichtigkeit dieser Schulform hier im Stadtteil, denn die Fähigkeiten und Entwicklung von Kompetenz dieser SchülerInnen kann gerade in dieser Schulform bestens gefördert werden.

Insbesondere das Klientel dieser Schule braucht diese Schulform, da es auf Gesamtschulen sicher nicht entsprechend gefördert werden kann.

Es geht bei dem neuen Antrag lediglich um eine Kapazitätserweiterung der Gesamtschulen, um dem Elternwillen in anderen Stadtteilen scheinbar mehr gerecht zu werden, dies trifft aber für den Norden Mönchengladbachs nicht zu. Die Anmeldeverfahren haben bisher gezeigt, dass die vier Eingangsklassen der Hans-Jonas-Gesamtschule völlig ausreichen und keine weiteren Züge notwendig sind. Die Kath. Hauptschule Neuwerk hatte und hat durchlaufend genug SchülerInnen durch das Anmeldeverhalten der Eltern.

Eltern aus den entfernten Stadtteilen möchten ihre Kinder nicht nach Neuwerk schicken. Dies wäre auch durch den vermehrten Buseinsatz ökologisch unverständlich, wenn dann noch mehr SchülerInnen quer durch die Stadt zur Schule geschickt würden.

Diese Problematik beim Erweitern der Gesamtschule zu Ungunsten der Hauptschule wird schon im aktuellen Schulentwicklungsplan klar erkannt:

„Im Falle der auslaufenden Auflösung der Kath. Hauptschule Neuwerk würde voraussichtlich ein großer Teil der potentiellen Hauptschüler die Gesamtschule besuchen. Es ist jedoch zu hinterfragen, ob die beschriebene Maßnahme zielführend ist, da in den vergangenen Jahren die Zahl der Anmeldungen an der Hans-Jonas-Gesamtschule Neuwerk lediglich zur Bildung von vier Eingangsklassen ausreichte. Ob es bei einer Erhöhung der Regelzügigkeit der Hans-Jonas-Gesamtschule Neuwerk in der Sekundarstufe I auch zu einem signifikanten Anstieg der Schülerzahlen in der Sekundarstufe II kommt, muss abgewartet werden.“

Für die Gesamtschulen sieht das Konzept der leistungsmäßigen Durchmischung von Schulformempfehlungen der Schüler eine Drittelung vor, die nach der Schließung der Hauptschule in Neuwerk sicherlich nicht mehr gegeben sein wird.

Die Schaffung von Gesamtschulplätzen in Neuwerk ist unnötig und mit weiteren Kosten verbunden, da die Differenzierungsräume im gesamten Schulzentrum für eine erweiterte Gesamtschule nicht ausreichen und die Prognose für die entsprechende Sekundarstufe II aufgrund der nicht zu erwartenden Drittelung ungünstig ist, wie der Schulentwicklungsplan aufzeigt. Mit der Schließung der Kath. Hauptschule verlieren wir ein gut funktionierendes vor Ort gut eingebundenes Schulsystem, das besonders für die SchülerInnen da ist, die besondere Förderung in einem überschaubaren System brauchen.

Deshalb bitten wir dringend, den Antrag der Ampel-Fraktionen nicht zu beschließen, da die Prognosen für beide weiterführenden Schulen in Neuwerk im Falle der Zustimmung ungünstig sind.

Diese Bitte um den Erhalt unserer Kath. Hauptschule Neuwerk wird durch eintimmige Beschlüsse unserer Gremien Kirchenvorstand und GdG-Rat unterstützt.

GdG-Leitungsteam