Die Welt besser machen

160 Ministranten aus dem Bistum taten Gutes bei einer „72-Minuten-Aktion“ in Aachens Innenstadt

„Malt Stoppi“ lautete eine Anregung. Die nahmen die Gruppen gerne auf. Viele bunte Stoppis schmückten die Aachener Innenstadt. (c) Kathrin Albrecht
„Malt Stoppi“ lautete eine Anregung. Die nahmen die Gruppen gerne auf. Viele bunte Stoppis schmückten die Aachener Innenstadt.
Di 23. Apr 2019
Aus der KirchenZeitung, Ausgabe 17/2019 | Kathrin Albrecht
Kann man in 72 Minuten Gutes tun? Man kann, das bewiesen rund 160 Messdienerinnen und Messdiener aus dem Bistum Aachen. Sie polierten sogenannte Stolpersteine, die an die Opfer des Holocaust erinnern, und hinterließen bunte Botschaften in Aachens Innenstadt.
„Stoppi“, und „Franziska Schervier“ kamen bei den Kindern gut an. Schwester Dolores (Franziska) und Schwester Maria Ursula steckten in den Verkleidungen. (c) Kathrin Albrecht
„Stoppi“, und „Franziska Schervier“ kamen bei den Kindern gut an. Schwester Dolores (Franziska) und Schwester Maria Ursula steckten in den Verkleidungen.

Die Idee zu dieser „72-Minuten-Aktion“ entstand aus den Eindrücken der vergangenen Ministranten-Wallfahrt nach Rom, erzählt Gerhard Nellessen, Referent am Fachbereich Jugendarbeit des Bistums Aachen. Dort hatten die Ministranten an mehreren sozialen Aktionen mit der Gemeinschaft Sant’Egidio teilgenommen. „Das hat bei vielen einen bleibenden Eindruck hinterlassen“, sagt Nellessen. Zugleich wäre die Aachener Ordensgründerin Franziska Schervier in diesem Jahr 200 Jahre alt geworden. Weil man gute Kontakte zu den Schervier-Schwestern pflegt, entstand die Idee zu einer gemeinsamen Aktion. „Wir hielten das für eine schöne Brücke. So, wie Franziska Schervier sich eingesetzt hat, setzen sich auch Kinder für die Welt ein“, meint Jonas Zechner, Referent für Jugendpastoral (seit 1. April Referent für Glaubensvermittlung beim Bistum Aachen).

Angelehnt an die große 72-Stunden-Aktion Ende Mai bekamen die Messdiener eine „Bucket List“ an die Hand, also eine Liste mit Ideen, was Menschen eine Freude machen könnte. Zuvor hatten die Messdiener am Morgen mit Bischof Helmut Dieser die Chrisammesse im Aachener Dom gefeiert. Die Aktion der Messdiener rührte auch noch einmal die Werbetrommel für die 72-Stunden-Aktion des Bistums mit dem BDKJ. Auch unter den Messdienern gibt es etliche, die sich beteiligen. Die 11-jährige Amelie aus St. Barbara Alsdorf-Ofden wird in ein Altenheim gehen und dort mit den Bewohnern musizieren.

Noch laufen die Anmeldungen. Wer sich an der Aktion beteiligen möchte, kann sich entweder bei den regionalen Jugendreferaten des Bistums oder beim BDKJ anmelden.