Auch in der Pandemie verlässlich

Bistum Aachen gibt seinen Kirchengemeinden, Verbänden, Trägern und Einrichtungen Planungssicherheit

Der sprichwörtliche Fels in der Brandung: So stellt sich gerade das Bistum Aachen auf. Es sichert für die Jahre 2021 und 2022 trotz Einbruchs bei Steuereinnahmen einen stabilen finanziellen Rahmen für die Kirche in der Diözese zu. (c) www.pixabay.com
Der sprichwörtliche Fels in der Brandung: So stellt sich gerade das Bistum Aachen auf. Es sichert für die Jahre 2021 und 2022 trotz Einbruchs bei Steuereinnahmen einen stabilen finanziellen Rahmen für die Kirche in der Diözese zu.
Di 1. Sep 2020
Aus der KirchenZeitung, Ausgabe 36/2020

Das Bistum Aachen steht auch in der Corona-Krise auf finanziell sicherem Fundament: „Durch die in guten Jahren gebildeten Rücklagen sind wir in der Lage, die durch die Pandemie bedingten Einnahmeausfälle auszugleichen“, sagt Martin Tölle, Ökonom des Bistums Aachen.

Für die Kirchengemeinden, Verbände, Träger und andere kirchliche Einrichtungen bedeutet das eine große Planungssicherheit. Für die Jahre 2021 und 2022 bleiben die Schlüsselzuweisungen stabil inklusive einer Anpassung an tarifliche Steigerungen sowie die Inflation. Das hat der diözesane Kirchensteuerrat beschlossen. 


Zuweisungen und Zuschüsse in Höhe von 120 Millionen Euro 

Insgesamt fließen seitens des Bistums Aachen jährlich Zuweisungen und Zuschüsse in Höhe von rund 120 Millionen Euro an Kirchengemeinden und andere kirchliche Träger. Diese Stabilität kommt auch dem Gesprächs- und Veränderungsprozess „Heute bei dir“ im Bistum Aachen zu Gute: Sie gibt Sicherheit und Raum auch in der nächsten Phase des Prozesses, sich gemeinsam der Inhalte zu versichern. 


Zehn-Prozent-Rückgang bei Kirchensteuer erwartet 

Denn die Frage nach den zukünftigen pastoralen Schwerpunkten im Bistum Aachen, etwa nach der Ausgestaltung von pastoralen Räumen soll nicht aufgrund finanzieller Notwendigkeiten entschieden werden, sondern sich am Leitgedanken von „Heute bei dir“ orientieren: Wie muss sich das Bistum Aachen aufstellen, um als Kirche auch im 21. Jahrhundert zukunftsfähig und relevant für die Menschen zu sein? 
Für das Jahr 2020 erwartet das Bistum Aachen abgeleitet aus staatlichen Steuerschätzungen einen Rückgang der Kirchensteuererträge um rund zehn Prozent, d.h. zirka 25 Millionen Euro. 

„In solch einer auch für die Kirche außergewöhnlichen Situation meinen Dienst als Ökonom des Bistums zu beginnen, war sicherlich nicht einfach. Doch seit vielen Jahren wird seitens des Bistums Aachen eine vorausschauende Haushaltspolitik betrieben. Hier kann ich auf der guten Arbeit meines Vorgängers, Finanzdirektor Joachim Eich, aufbauen“, betont Martin Tölle, der erst zu Beginn des Jahres die Aufgabe als Ökonom der Diözese übernommen hat (siehe auch das KiZ-Interview mit Martin Tölle auf dieser Seite). 

„Angesichts der in diesem sowie den folgenden Jahren zusätzlich eingeschränkten finanziellen Spielräume wird die Entwicklung von Personal- und Sachkosten genau überwacht“, sagt der Ökonom. Die Gesamtauswirkungen hängen jetzt ganz entscheidend vom weiteren Verlauf der Krise ab. Das Bistum sei bestrebt, durch verlässliche Haushaltspolitik im Rahmen seiner Möglichkeiten die Auswirkungen der Krise abzumildern. 


Haushaltspolitik schaut voraus, für einen stabilen Rahmen

„Gerade in Zeiten von Corona haben die Pfarreien und Gemeinden, die Seelsorger des Bistums, ungezählte Ehrenamtliche und auch die Kollegen im Bischöflichen Generalvikariat mit vielen gezeigt, dass die Gemeinschaft der Kirche und der Glaube an Gott den Menschen Halt gibt“, betont Martin Tölle, um so wichtiger ist es, sagt der Ökonom weiter, „dass wir als Bistum durch vorausschauende Haushaltspolitik einen stabilen finanziellen Rahmen für diese wichtige Arbeit bieten und verlässliches kirchliches Handeln garantieren.“ (iba)