Alte Handys spenden und Gutes tun

Recycling: Aufruf zur Handy-Spendenaktion von Oberbürgermeister Marcel Philipp und missio

Recycling: Aufruf zur Handy-Spendenaktion  von Oberbürgermeister Marcel Philipp und missio (c) Andreas Herrmann
Recycling: Aufruf zur Handy-Spendenaktion von Oberbürgermeister Marcel Philipp und missio
Fr., 26. Okt. 2018
missio

Zum Recycling von Althandys rufen anlässlich der „Woche der Goldhandys“ das katholische Hilfswerk missio Aachen und der Aachener Oberbürgermeister Marcel Philipp auf. „Allein in Aachen gibt es schätzungsweise rund 300.000 alte Handys, die nicht mehr gebraucht werden. Rein rechnerisch hat also jeder, wirklich jeder Aachener mindestens ein Handy, das nicht mehr gebraucht wird, das er irgendwo aufbewahrt und mit dem er Gutes tun kann“, sagt Oberbürgermeister Philipp und bittet daher um Handyspenden an Aachener Abgabestellen.

Die „Woche der Goldhandys“ findet bundesweit zwischen dem 4. und 11. November statt. Hintergrund sind rund 124 Millionen Altgeräte, die derzeit als Elektroschrott in deutschen Haushalten verstauben. missio Aachen arbeitet mit der Verwertungs-Firma Mobile-Box zusammen. Aus den gesammelten Handys werden wertvolle Rohstoffe wie Gold wiedergewonnen, nicht recycelbare Stoffe fachgerecht in Europa entsorgt. Damit will missio Aachen dazu beitragen, dass die Elektroindustrie für die Produktion von Smartphones und anderen Elektrogeräten weniger, zum Teil illegal gewonnene Rohstoffe wie Gold, vor allem aus der Demokratischen Republik Kongo verwendet, da um den Abbau und die Vermarktung dieser Rohstoffe kriegerische Auseinandersetzungen geführt werden, unter denen die Bevölkerung leidet. missio Aachen erhält von der Verwertungsfirma Mobile-Box für jedes recycelte Handy einen Teil des Erlöses für ein missio-Hilfsprojekt im Kongo. In diesem Projekt erhalten Menschen Hilfe, die durch die Gewalt im Zuge des Rohstoffabbaus in ihrer Heimat traumatisiert sind.

In Aachen gibt es zahlreiche Abgabestellen in städtischen Dienststellen, bei missio, der IHK, der Paxbank und weiteren Stellen. Die Aktionswoche findet im Umfeld des 6. November statt, dem Internationalen Tag für die Verhütung der Ausbeutung der Umwelt in Kriegen und bewaffneten Konflikten.

Für die Durchführung der Handy-Spendenaktion stellt missio Aachen kostenlose Materialien zur Verfügung, darunter ein Aktionsheft mit Ideen und Anregungen. Unter allen Teilnehmern verlost missio als Hauptpreis ein fair hergestelltes „Shiftphone“, als zweiten Preis ein wiederaufbereitetes Smartphone von „Futurephones“. Weitere Informationen zur „Woche der Goldhandys“ und eine Deutschlandkarte mit den Orten, wo Handys abgegeben werden können, sind zu finden unter www.missio-hilft.de/goldhandys.

Sammelstellen der Stadt Aachen zur „Woche der Goldhandys“:

  • Verwaltungsgebäude Katschhof
    Johannes-Paul-II.-Straße 1
  • Verwaltungsgebäude Am Marschiertor
    Lagerhausstraße 20
  • Verwaltungsgebäude Bahnhofplatz
    Hackländerstraße 1
  • Verwaltungsgebäude Mozartstraße
    Mozartstraße 2 - 10
  • Volkshochschule
    Verwaltungsgebäude Peterstraße 21 - 25
  • Bezirk Brand
    Paul-Küpper-Platz 1
  • Bezirk Eilendorf
    Heinrich-Thomas-Platz 1
  • Bezirk Haaren
    Germanusstraße 32-34
  • Bezirk Kornelimünster / Walheim
    Schulberg 20
  • Bezirk Laurensberg
    Rathausstraße 12
  • Bezirk Richterich
    Roermonder Straße 559

 

Wer ist missio?

Das Internationale Katholische Missionswerk missio in Deutschland mit seinen Zweigen in Aachen und München gehört zu rund 100 Päpstlichen Missionswerken weltweit. missio Aachen ist eines der großen deutschen Hilfswerke und fördert die katholische Kirche in Afrika, Asien und Ozeanien. 2017 stellt missio Aachen rund 46,2 Millionen Euro für die Projektfinanzierung zur Verfügung. Davon wurden 1.161 Projekte seiner Partner in Afrika, Asien, dem Maghreb und Nahen Osten sowie Ozeanien finanziert. Diese Förderung stärkt die pastorale, soziale und interreligiöse Arbeit, die Infrastruktur sowie die Ausbildung von Laien, Priestern und Ordensleuten der katholischen Kirche in diesen Regionen. Mit ihrer Arbeit erreicht die Kirche dort nicht allein Christen, sondern trägt zur Verbesserung der Lebensumstände der gesamten Gesellschaft bei. In vielen Ländern Afrikas, Asiens und Ozeaniens ist die Kirche oft die einzige Institution, die alle Menschen erreicht, da staatliche Strukturen schwach sind.