Aktion Friedenslicht 2018

Aussendungsgottesdienst im Aachener Dom

Friedenslicht 2018 (c) DPSG
Friedenslicht 2018
Do, 20. Dez 2018
Milena Furman

Am dritten Adventssonntag, dem 16. Dezember 2018, traf um 13:45 Uhr das Friedenslicht aus Betlehem am Aachener Hauptbahnhof ein, wo es von vielen Pfadfinderinnen und Pfadfindern erwartet wurde. Wie jedes Jahr überstand die kleine Flamme unbeschadet den weiten Weg von Betlehem über Linz nach Aachen.

Aachens Bürgermeister Norbert Plum, Geistliche Leiterin des BDKJ Annette Jantzen, Domkapitular Rolf-Peter Cremer, Jonas Zechner für die Abteilung Jugend im Generalvikariat sowie Jörg Fornefeld als RdP-Vorstand erwarteten gespannt das Licht. Wie letztes Jahr war auch diesmal die Malteser-Jugend vor Ort, um neben den Pfadfindern ebenfalls das Licht zu verteilen. Auch eine Delegation belgischer Pfadfinderinnen und Pfadfinder kam zum Aachener Hauptbahnhof, um das Licht abzuholen. Das Friedenslicht erreicht inzwischen alle Kontinente, in Europa nahezu jedes Land.

Als allererstes erhielt wie jedes Jahr die Bahnhofsmission das Licht. Im Aachener Hauptbahnhof brennt es nun als ein Symbol für Frieden und Hilfsbereitschaft.

Anschließend zogen über 600 Menschen zusammen mit den Friedenslichtboten aus Linz durch die Aachener Innenstadt zum Aachener Dom, wo um 14:30 die bistumsweite Aussendungsfeier des Friedenslichtes stattfand. Für die Linz-Delegation ist die Aussendungsfeier der Endpunkt eines vollgepackten Wochenendes. „Es ist natürlich schon etwas anstrengend: wir haben auf der Hin- und Rückfahrt zusammen knapp sechs Stunden geschlafen, aber es hat auch jede Menge Spaß gemacht“, so Matthias Koß einer der Friedenslichtboten. „Vor allem aber fand ich es beeindruckend, mit so vielen Pfadfinderinnen und Pfadfindern in Linz für dieses kleine Licht im Einsatz zu sein“

Das Motto 2018 ist „Frieden braucht Vielfalt – gemeinsam für eine tolerante Gesellschaft.“ Es erinnert uns daran, dass Frieden ein friedliches Miteinander bedeutet, welches Toleranz, Offenheit und die Bereitschaft aufeinander zuzugehen fordert. Thomas Schlütter, Diözesankurat der DPSG, findet das Motto gerade für die Pfadfinderverbände perfekt: „Den Kindern und Jugendlichen ist die Vielfalt quasi zu Grunde gelegt. Bei uns beginnt die Vielfalt im Stamm, bei jeder einzelnen Pfadfinderin, bei jedem einzelnen Pfadfinder.“

Thomas Schlütter und PSG-Diözesankuratin Sabine Kock gestalteten den ökumenischen Aussendungsgottesdienst. Bischof Dr. Dieser und der evangelische Synodalassessor Pfarrer Martin Obrikat begrüßten alle Anwesenden und sprachen am Ende des Gottesdienstes einen Segen. Die musikalische Gestaltung wurde von einer Combo aus Eilendorf übernommen, die den Gottesdienst sehr klangvoll begleitete.

Friedenslicht – eine Aktion mit Tradtion

Die Friedenslichtboten der katholischen Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG), der Pfadfinderinnenschaft Sankt Georg (PSG) und des evangelischen Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) tragen das Friedenslicht bis Heiligabend in Familien, in Kirchengemeinden, Krankenhäuser und Schulen, in Verbände, öffentliche Einrichtungen, Altersheime, Flüchtlingsunterkünfte und zu den Menschen in der Mitte und am Rande der Gesellschaft.

Das Friedenslicht brennt in vielen katholischen, evangelischen und orthodoxen Kirchen, Moscheen und Synagogen im ganzen Bistum, u.a. auch im Aachener Dom und bei der Bahnhofsmission am Hauptbahnhof. Von dort können es sich die Menschen mit nach Hause nehmen. Das Friedenslicht erfreut sich jedes Jahr immer größerer Beliebtheit, auch unter Menschen, die keinen Bezug zu Religion oder zur Pfadfinderei haben. Mittlerweile ist es ein schöner und wichtiger Weihnachtsbrauch geworden.

An Weihnachten soll das Licht dann an möglichst vielen Orten und bei möglichst vielen Menschen zu Hause als Zeichen des Wunsches nach Frieden für alle sichtbar brennen. Die Mühe, die der Transport, das Bewachen und die Weitergabe des Lichtes beinhaltet, soll uns daran erinnern, dass Frieden nicht selbstverständlich ist und dass wir uns bemühen müssen, mit unseren Familien, Freunden und Nachbarn in Frieden zu leben. Auch der Frieden wächst, wenn man ihn an andere weitergibt, so wie das Licht einer Kerze durch das Entzünden weiterer nicht weniger wird.

Friedenslicht 2018

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