6. Januar - „Wir haben seinen Stern aufgehen gesehen und sind gekommen ihm zu huldigen“ (Mt 2,2b)

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Drei Könige
Datum:
Mi. 6. Jan. 2021
Von:
Angela Müller - Geistliche Begleitung im Heute bei dir Prozess

Wie die Hirten, so waren auch die Sterndeuter in der Lage, die Zeichen am Himmel zu erforschen und zu deuten. Sie erwarteten einen andere, gerechtere Welt und erhoben ihren Blick. Sie erblickten einen Stern, ein Licht das von Gott kommt, ein Wort, dass Ihnen den Weg weist, wie der Psalm sagt: „Dein Wort ist meinem Fuß eine Leuchte, ein Licht für meine Pfade (Ps 119,115). Dieses Licht führt uns zum Kind.

Die Sterndeuter folgten dem Stern und kamen zu dem Ort, an dem Jesus war und sie fielen vor ihm nieder. Mit Maria, Josef und den Hirten verstanden sie, dass das Heil darin liegt, dieses schwache und wehrlose Kind im Herzen aufzunehmen und mit ihm auch alle Schwachen und Schutzlosen unserer Zeit – das gilt auch für uns heute. Darin zeigt sich das „Heute bei dir“ in unseren Gemeinden und Gruppierungen in unserem Bistum. Vielleicht spüren wir gerade jetzt, wie wichtig es ist, den Blick von uns selbst zu erheben und auf den Stern zu richten. Die Sterndeuter stehen heute an unserer Seite und helfen uns, das Kind zu finden mitten in all dem Chaos und der Unsicherheit unserer Tage. Wer den Blick auf das Jesus richtet, wird den Weg finden. Wer Jesus im Herzen trägt, bleibt nicht wie zuvor und wird nicht weiter auf gewohnten Wegen gehen. Wir brauchen den Blick der Sterndeuter.

Die Weisen gehen uns voraus und führen uns zu den oft unentdeckten Plätzen in unseren Gemeinden und den zahlreichen Orten dieser Welt, wo die Kleinen und Schwachen liegen. Selig sind wir, wenn wir wie die Hirten und Sterndeutern zu Pilgern werden, die zu diesem Kind unterwegs sind und sich seiner mit ganzer Zuneigung annehmen. Dann werden wir entdecken, dass es das Kind ist, das sich unserer annimmt und uns den Weg weist.