Notfallseelsorge bereitet sich auf schulische Notfälle vor

Augustinerkloster (c) Roland Zerwinski
Augustinerkloster
So 26. Mai 2019
Prof. Dr. Lars Tutt
Notfälle in Schulen und Kindergärten bedeuten für Einsatzkräfte regelmäßig besondere Anspannung. Um auf diese Einsätze noch besser vorbereitet zu sein nahmen sechs Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger aus dem Kreis Viersen jetzt an einer dreitägigen Fortbildung in Erfurt teil. Dort trafen sich rund 350 Kriseninterventionskräfte aus ganz Deutschland zum Bundeskongress Notfallseelsorge. In Vorlesungen, Seminaren und Tutorien wurden aktuelle Forschungsergebnisse zum Umgang mit Kindern und Jugendlichen in Krisen vorgestellt und Möglichkeiten zur Begleitung junger Menschen in Einsatzsituationen diskutiert.
„Wir nehmen viele Impulse für unsere Arbeit mit aus Erfurt“, resümiert Notfallseelsorge-Koordinator Andreas Bodenbenner. „Gleichzeitig hat uns der Kongress aber auch gezeigt, dass wir mit unserem Team gut vorbereitet sind, um Kindern und Jugendlichen in Notsituationen zur Seite zu stehen. Das liegt auch an den vielen verschiedenen Kompetenzen, die die Mitarbeitenden in die Arbeit der Notfallseelsorge im Kreisgebiet einbringen.“
Besonderen Eindruck hinterließ bei den Viersener Notfallseelsorgern der Erfahrungsbericht von Christiane Alt, die den Amoklauf am Erfurter Gutenberg-Gymnasium als Schuldirektorin bewältigen musste.
Neben den Fachvorträgen und Seminaren erwies sich auch der Austausch mit zahlreichen Kolleginnen und Kollegen anderer Notfallseelsorge-Systeme  als wertvoller Bestandteil des dreitägigen Aufenthalts in Erfurt. „Und unserem Team hat die gemeinsame Zeit auch gut getan“, ist Koordinator Bodenbenner überzeugt.
Bundeskongress Erfurt 2019 (c) Thomas Halbe