"Schlafstunde und Zionismus"

Referent: Oliver Vrankovic

oliver (c) dwp.de
Termin: Sonntag, 16.06.19 - 16:00
Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit
Bettrather Str. 22
Haus der Regionen MG/HS
41061 Mönchengladbach
Ein Vortrag über die letzten Jeckes; jene deutsche und kulturdeutsche Juden, die in den 30er Jahren nach Palästina geflüchtet sind und zu Mitbegründern des Staates Israel wurden.

Sie sind vor den Deutschen nach Palästina geflüchtet, bevor ihnen ihre Heimat zur Mördergrube ohne Entrinnen werden konnte.
Obwohl ihnen Deutschland für immer verleidet wurde, kam es für die deutschen Juden nach ihrer Auswanderung zu keinem Ablösungsprozess von ihrem kulturellen Erbe. Der Wechsel von der deutschen in die eretz-israelische Heimat verlief als schwieriger Prozess von Negation und Affirmation. Trotz ihrer holprig verlaufenden Integration haben die Jeckes überproportional viel zur gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklung des jüdischen Gemeinwesens und später des jüdischen Staates beigetragen. Und dadurch Israel auch geprägt.

Aus den Einwanderern aus Deutschland wurden Israelis. Israelis, die Deutsche geblieben sind.

 

 

Referent: Oliver Vrankovic , lebt seit elf Jahren in Israel und arbeitet seit 2010 als Pflegehelfer im Elternheim Pinkhas Rozen der Vereinigung der Israelis mitteleuropäischer Herkunft.

Außerdem arbeitet er bei der Wiener Library, dem größten Holocaust Archiv der Welt und freiberuflich als Koordinator von Bildungsreisen.