Gedenken zur Reichspogromnacht am 9. November 2021

Mit einem Bußläuten der christlichen Kirchen in Mönchengladbach und einem Ökumenischen Friedensgebet in der Evangelischen Hauptkirche in Rheydt lädt die ACK ein, um dem Vergessen und jede Art von Antisemitismus entgegenzuwirken.

Reichspogromnacht (c) willy s_pixelio
Datum:
Mi. 20. Okt. 2021
Von:
Elke Wild

 

Ökumenisches Friedensgebet zur Reichspogromnacht am 10. November 2021

 

Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Mönchengladbach, Jüchen und Korschenbroich (ACK) hat beschlossen, nach dem Bußläuten am 9. November 2021 und am darauffolgenden Tag, dem 10. November 2021 um 18:00 Uhr in einem ökumenischen Friedensgebet in der Evangelischen Hauptkirche am Markt in Rheydt gemeinsam der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 zu gedenken.

Dazu laden wir ganz herzlich ein.

Im Namen des ACK-Vorstands Hans-Ulrich Rosocha, Pfarrer i.R.

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Bußläuten“ zur Reichspogromnacht am 09. November 2021

Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Mönchengladbach, Jüchen und Korschenbroich (ACK) hat ein Bußläuten am Abend des 9. November von 21.50 Uhr bis 22.00 Uhr beschlossen. Das Läuten der Glocken in unseren Kirchen soll an das Leid erinnern, das den jüdischen Mibürgerinnen und Mitbürgern in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 im gesamten damaligen deutschen Reich zugefügt wurde: unzählige Juden wurden ermordet, 30.000 jüdische Bürger in Konzentrationslager eingeliefert, 1400 Synagogen und Bethäuser (auch die Synagogen von Mönchengladbach, Rheydt, Wickrath und Odenkirchen), tausende jüdische Geschäfte, Wohnhäuser und Friedhöfe zerstört . Die christlichen Kirchen aber, die als einzige vom Staat noch weitgehend unabhängige Institutionen in der Lage gewesen wären, gegen dieses entsetzliche Pogrom zu protestieren, schwiegen. Noch nicht einmal die Glocken der christlichen Kirchen läuteten, als die Synagogen brannten. Daher empfinden wir Christen heute Scham und Schuld. Das Bußläuten soll uns die damalige schweigende Hinnahme dieses furchtbaren Unrechts durch die christlichen Kirchen bewusst machen. Die ACK will mit dem Bußläuten am 9. November dazu beitragen, das Gedenken an die Verbrechen am jüdischen Volk in Erinnerung zu rufen und aufrecht zu erhalten. Alle Bürgerinnen und Bürger werden durch das abendliche Läuten zu Gedenken und Gebet eingeladen, um dem Vergessen und jeder Art von Antisemitismus heute entgegenzuwirken.

 

Hans-Ulrich Rosocha, Pfarrer i.R. ACK-Vorsitzender