Spreewald ohne Mücken

Reisebericht der KAB St. Thomas Morus, Krefeld

35 reisefreudige Damen und Herren (c) KAB
Mo 28. Okt 2019
Christa und Norbert Zillmer

Schon zum siebten Mal waren wir mit der KAB St. Thomas Morus im Oktober auf Tour.
Diesmal ging es mit 35 reisefreudigen Damen und Herren pünktlich um 7.00 Uhr in froher Erwartung los nach Cottbus. Der Spreewald ,der zu den eigentümlichsten Landschaften in Deutschland gehört, lockte nicht nur wanderbegeisterte Senioren, sondern auch schon ältere Semester, die „ das Vaterland der sauren Gurke “ kennenlernen wollten.
Um die einzigartige Auenlandschaft mit einem feinmaschigen Gewässernetz zu bewundern, machten wir je eine  Fahrt durch den Unter- wie auch durch den Oberspreewald in den Kähnen, die  so typisch für diese Region sind - bei Sonnenschein und Wind (aber ohne Mücken !!) Hilfreiche Hände halfen beim Ein- und Aussteigen und jedes Gruppenmitglied  achtete darauf, dass wir immer gemeinsam das Ziel erreichten.
So musste natürlich auch eine Gurkenfabrik besucht werden, die nicht nur Gurken verarbeitete, sondern auch Meerrettich, Ketchup , Sauerkraut und anderes herstellte; aber auch  eine Besichtigung einer Brauerei stand auf dem Programm mit anschließender Verkostung der dort gebrauten Biere.
Bei einer Führung durch die rund 100 000 Einwohner große Stadt Südbrandenburgs , in der sich die Sehenswürdigkeiten im historischen Kern konzentrierten, lernten wir Cottbus kennen, vor allem auch das herrliche Staatstheater, wie es nur wenige Städte haben. Am Abend dann konnten wir in diesem „Musentempel“ sogar noch ein philharmonisches Konzert mit Werken von Ravel, Tschaikowsky und Debussy genießen.

Nicht weit von unserem Hotel am Rande des Ortes liegt das Schloss Branitz, dessen Park das Spätwerk des Gartenfürsten Pückler-Muskau ist. Dieser bestach vor allem durch raffinierte Sichtachsen und komponierte Baumgruppen, Wasserläufe und interessante Wegeführungen. Wieder ein beeindruckender Tag!

Durch die Heimat der Sorben, des kleinsten slawischen Volkes , deren Volkskunst und Brauchtum noch vielerorts gepflegt werden, ging es über den Friedhof Ralbitz und der Wallfahrtskirche Ralbitz-Rosenthal , wo der Pfarrer uns persönlich führte, nach Bautzen . Dort erfuhren wir vieles über die wunderschön sanierte Stadt und die Kultur der Sorben.

Jeder Tag begann mit einer kurzen Besinnung und einem Gebet von Ina Kuhn vorbereitet. Alle waren immer pünktlich im oder am Bus, wenn unser Programm startete.

Die Fahrt war wieder ganz toll von Alfred Kuhn mit viel Engagement geplant worden. Mit Kopfhörern ausgestattet konnten wir  den Führerinnen sehr gut folgen. Wir haben vieles gesehen , manch Besonderes erlebt und sind sogar bis hin zur polnischen Grenze durch die Lausitz von unserem langjährigen Fahrer Michael chauffiert worden. In der östlichsten Stadt Deutschlands konnten wir auf die Brücke blicken,  die die beiden Länder verbindet. Görlitz, eine schöne Stadt , in der wir auch die sakralen Stationen wie z.B. das Heilige Grab und die Peterskirche besuchten, war eine der Höhepunkte.

Leider war nach 7 Tagen Schluss und wir mussten die Heimreise antreten.
Eine schöne Zeit ging wieder einmal viel zu schnell vorbei.


Herzlichen Dank noch einmal an das Vorbereitungsteam!!

Christa und Norbert Zillmer