Saubere Hände und unreine Herzen.

Wochenimpuls-Foto-210829-Wolkenloch (c) Edith Furtmann
Datum:
So. 29. Aug. 2021
Von:
Edith Furtmann

MK 7,6b-8
„Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen,
sein Herz aber ist weit weg von mir.
Vergeblich verehren sie mich;
was sie lehren, sind Satzungen von Menschen.
Ihr gebt Gottes Gebot preis“

So zitiert Jesus Jesaja, als die Pharisäer ihn darauf ansprechen, dass manche Jünger ihr Brot essen, ohne vorher die Hände zu waschen. Was er meiner Meinung nach meint ist dass, was er an anderer Stelle mit „das Gesetz ist für den Menschen gemacht und nicht der Mensch für das Gesetz“ umschreibt: man erkennt den Menschen, der reinen Herzens ist, nicht daran, ob er alle Hygienevorschriften einhält – Vorschriften, die zum großen Teil zu einer Zeit entstanden sind, als sie notwendig waren zum Schutze der Gesundheit und dem Fortbestand des Volkes, die sich aber einfach überlebt haben – sondern daran, wie er ein Leben aus der Liebe umsetzt. Nicht schmutzige Hände machen einen Menschen unrein, oder irgendein nicht koscheres Essen, sondern das, was er in seinem Herzen bewegt.
Wir alle halten uns immer mal wieder an Äußerlichkeiten fest, insbesondere bei der Beurteilung von Menschen. Ohne ihr Innerstes zu kennen beurteilen wir sie danach, wie sie sich kleiden, wie sie reden, wie sie aussehen, sich bewegen – ich merke bei mir selbst immer mal wieder, dass ich solche (Vor-)Urteile pflege. Diese Woche werde ich einmal genau darauf achten, wo ich Pharisäer bin und wie ich das ändern kann. Ich lade Euch und Sie herzlich ein, diesen Weg mitzugehen.