„Gott, der Herr, sprach:

Wochenimpuls-Foto-211010-Treppenspalt (c) Edith Furtmann
Datum:
So. 10. Okt. 2021
Von:
Edith Furtmann

Mk 10,25;27

„Leichter geht ein Kamel durch ein Nadelöhr,

als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt
(…)

Für Menschen ist das unmöglich,
aber nicht für Gott; denn für Gott ist alles möglich.“

Wenn ich diese Textstelle lese, dann denke ich: das wars. Ich bin nicht bereit, all meinen Besitz, alles was ich habe, aufzugeben, um Jesus nachzufolgen: Ich bin kein Heiliger Franziskus. Aber vielleicht hilft der zweite Satz: für Gott ist alles möglich, doch einmal genauer darüber nachzudenken: worum geht es hier eigentlich?

Geht es nicht eigentlich um die Frage, was ist wichtig in meinem Leben? Wie wichtig ist mir mein Reichtum, mein gutes Auskommen – steht es über allem? Oder ist es vielleicht Mittel zum Zweck: aus gesicherter Position kann ich sicher leichter denen zur Seite stehen und auch tatkräftig helfen, die nichts haben?
Heute (Freitag) titelten viele Zeitungen „Fällt Weihnachten aus“ – es ging darum, dass es möglicherweise Engpässe geben wird bei beliebten Weihnachtsgeschenken wie Handys, PCs und Spielkonsolen: fällt Weihnachten aus, wenn wir keine großen Geschenke machen können?

Ich habe gerne ein geheiztes Haus, freue mich der Sicherheit dessen, dass wir Miteigentümer sind. Ein geregeltes Einkommen ist ebenfalls nicht zu verachten. Aber wie wichtig ist mir das wirklich? Ist das mein Lebensinhalt? Wer mein Leben weniger wert, wenn es mir nicht so gut ginge? Auf was bin ich bereit, zu verzichten? Welche Sicherheiten bin ich bereit, preiszugeben in der Nachfolge Jesu oder zumindest im Dienst am nächsten? Wovon hängt mein Glück ab?

Viele Fragen. Keine Antworten, ich jedenfalls habe keine. Aber ich finde, es ist durchaus gut, mal drüber nachzudenken, und mit den Fragen durch die Woche zu gehen.