Pflege: KAB erörtert Situation der "Live-Ins"

Diözesanausschuss fordert politische Antworten

Katechetisches Institut des Bistums Essen (c) KI im Bistum Essen
Fr 20. Sep 2019
Andris Gulbins

Auf dem Rücken von prekär beschäftigten osteuropäischen Wanderarbeitnehmer/-innen werden soziale Konflikte ausgetragen.

Die Delegierten des Diözesanausschusses der KAB der Diözese Aachen haben bei ihrem Treffen am 14. September über die Erfahrungen der MitarbeiterInnen im Projekt Respekt beraten.

Die Delegierten appellieren an den Bundesverband der KAB, die Problematik der „Live-ins“ im „Bündnis für gute Pflege“ zu thematisieren und im vorgenannten Bündnis eine politische Aktion mit der Überschrift „Häusliches Betreuungs- und Pflegepersonal aus Osteuropa: fair, nicht prekär“ zu initiieren.

Natürlich muss in Gesprächen mit der KAB nahestehenden PolitikerInnen die Situation der „Live ins“ mit der Perspektive thematisiert werden, das Thema auf die politische Agenda zu setzen.

Die wichtigste politische Forderung lautet: Die Einrichtung einer unabhängigen Instanz zur Überprüfung der abgeschlossenen (Arbeits-)Verträge zur Verhinderung von „Schwarzarbeit und Scheinselbständigkeit“ sowie Standardisierung und Verbesserung der Arbeitsbedingungen für „Live-ins“.