Informationen aus der Bistumsregion Düren

Newsletter des Regionalteams Düren

in Kooperation mit dem Büro der Regionen Düren und Eifel


 

Liebe Leserin, lieber Leser,

auch dieser Newsletter steht unter dem Zeichen von Corona. Inzwischen sind weitere Einschränkungen gelockert worden, aber es bleiben Veränderungen für das Leben in unserer Region. Und was bleibt noch? Gottes Treue, die in der Auferstehung jede Distanz und alle Einschränkungen überwunden hat! Und natürlich der Wunsch, dass Sie gesund bleiben mögen und dass wir alle im Gebet verbunden bleiben.

Wegen Corona unter besonderen Vorzeichen: Touristengottesdienste in Schwammenauel starten

Rursee

Bis zum 13. September findet an jedem Sonn- und Feiertag um 11 Uhr ein Open-Air-Gottesdienst statt.

Aachen, (iba) – Es ist wieder soweit: Ab dem kommenden Sonntag, 10. Mai, finden wieder an jedem Sonn- und Feiertag um 11 Uhr die Touristengottesdienste in Schwammenauel statt. Die Gesundheit und der Schutz der Besucher steht für das Bistum Aachen auch bei den Freiluft-Gottesdiensten in der Eifel im Vordergrund. Deswegen finden diese, wie alle öffentlichen Gottesdienste im Bistum Aachen unter Beachtung besonderer Abstands- und Hygieneregeln statt:

Gottesdienst "an der Kante"

Am Samstag, 16. Mai 2020, lädt die Initiative „Die Kirche(n) im Dorf lassen“ um 17 Uhr zu einem Gottesdienst „an der Kante“ ein. Vorbehaltlich des Einverständnisses von RWE findet der Gottesdienst an der Kreuzung L 277/354 bei Keyenberg statt. Falls das Einverständnis nicht gegeben wird, findet er auf einer Wiese in der Nähe statt. Die Initiative „Die Kirche(n) im Dorf lassen“ lädt ein in Kooperation mit dem „Institut für Theologie und Politik“ in Münster und mit Unterstützung des Katholikenrats Düren, dem Diözesanrat Aachen und dem Bündnis „Alle Dörfer bleiben“.

Thema des Gottesdienstes ist der Schutz des Dorfes, seiner Menschen und seiner Kirche. Der Gottesdienst „an der Kante“ wird gefeiert mit Blick auf den heranrückenden Braunkohlebagger: Der Bagger steht 200 Meter vor dem Dorfeingang Keyenberg. Während das Land in der Corona-Krise stillsteht und obwohl eine Leitentscheidung aussteht, gräbt RWE weiter – bis an das Dorf heran. Versuche, die Öffentlichkeit auf diese Situation aufmerksam zu machen und mit Aktionen wie einer Menschenkette dagegen zu protestieren, wurden mit Verweis auf die Einschränkungen während der Corona-Krise verboten.

Selbstverständlich werden während des Gottesdienstes die Corona-Schutzmaßnahmen eingehalten.

Firmvorbereitung in Corona-Zeiten

Aus der GdG St. Franziskus Düren Nord berichtet Pastoralreferentin Maria Buttermann:

Unsere Treffen der seit letzten September laufenden Firmvorbereitung fanden vor den Osterferien ein jähes Ende. Was tun, um weiter in Kontakt zu bleiben? Angeregt durch Sabine Bischof, Referentin für Kirchliche Jugendarbeit in der Region, und unterstützt durch meinen Sohn habe ich einen eigenen Server auf der Kommunikationsplattform „Discord“ eingerichtet. Das geht mit einer App auf dem Handy und natürlich mit dem PC/Laptop. Unter Beachtung einer Reihe von Sicherheitsmaßnahmen (siehe auch das Statement der Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW „Discord in der Kinder- und Jugendarbeit“) haben nach dem ersten Treffen alle Beteiligten gemeinsam festgestellt: Das ist eine gute Notlösung! Es hat gut getan, wieder voneinander zu hören! Der Austausch über Sprach- und Textkanäle (wir benutzen die Videofunktion nicht) hat in den einzelnen Gruppen gut funktioniert und hat selbst in der großen Gruppe von 30 Personen nicht zur „babylonischen Sprachverwirrung“ geführt. Wir planen für die Zukunft  auch wieder Treffen mit Sicherheitsabstand, aber für eine Übergangszeit ist dies sicher ein Weg, um miteinander im Gespräch zu bleiben!

Renovabis – Beten und spenden in Corona-Zeiten

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Renovabis ist die Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa. Spenden ist dabei nur ein Teil der Aktion – Solidarität und Gemeinschaft im Gebet bilden den anderen Teil. Für das gemeinsame Gebet in Corona-Zeiten bietet Renovabis eine besondere Gelegenheit.
Renovabis hat die alte Tradition aufgegriffen, in den neun Tagen von Christi Himmelfahrt bis Pfingsten besonders um das Kommen des Heiligen Geistes zu beten. Die Pfingstnovene zur Renovabis-Aktion 2020 steht unter dem Titel „Gottes Geist schenkt Frieden“. Mit der Pfingstnovene können Sie auch in Zeiten der Vereinzelung während der Corona-Krise zum gemeinsamen Gebet einladen, und natürlich auch dann, wenn die Einschränkungen weiter gelockert worden sind.
Erster Vorschlag: Laden Sie die Menschen in Ihrer Gemeinde ein, gemeinsam die Pfingstnovene zu beten. Bestellen Sie bei Renovabis kostenlos das Gebetsheft und verteilen Sie es an die Menschen, die sich an der Aktion beteiligen. Zusätzlich können Sie die Hefte in der Kirche auslegen. Durch die festgelegten Tage beten alle an allen Tagen im selben Anliegen – Gemeinschaft trotz Distanz!
Zweiter Vorschlag: Verbinden Sie die Novene mit einer Wanderkerze! Laden Sie acht Personen in Ihrer Nachbarschaft oder aus der Gemeinde ein, eine Gebetsgemeinschaft zu bilden. Innerhalb dieser Gemeinschaft wandert eine Kerze jeden Tag von einem Haus zum nächsten. Dabei können entweder die einzelnen Personen jeweils selbst die Kerze zum nächsten Haus bringen oder der/die Organisator/in holt die Kerze ab und bringt sie weiter. Wenn die Kerze zu einer vereinbarten Uhrzeit vor der Tür steht bzw.
abgestellt wird, kann dies ohne Probleme kontaktlos geschehen. Kleine Wanderfriedenskerzen können selbst gestaltet oder bei Renovabis bestellt werden.

Trauerbegleitung in Corona-Zeiten

Alles ist ein bisschen anders in dieser Zeit. Die Corona-Pandemie wirkt sich an vielen Stellen auf unser Leben aus, und leider auch auf unser Sterben. Für die Seelsorge und die Trauerbegleitung ergeben sich daraus besondere Herausforderungen. Die übliche Arbeitsweise muss umgestellt und angepasst werden. Der erfahrene Trauerbegleiter Toni Straeten, Pfarrer i.R., hat im Gespräch mit Ursula Weyermann Fragen zur aktuellen Situation beantwortet.

Was ist mit den dementen Menschen in den Heimen?

Wenn diese über Wochen oder Monate keinen Besuch empfangen dürften, sei es fraglich, ob sie später überhaupt noch irgendjemanden auch nur in Ansätzen erkennen würden, so Straeten. Er empfiehlt, dreimal pro Woche einen Brief schreiben, um den Kontakt zu halten. Das macht er auch selbst bei Menschen mit Demenz, die er betreut. „Und wenn es geht und die Einrichtungen das ermöglichen, kann man sich ab und zu mal am Zaun treffen.“

Wie können Sterbende begleitet werden?

„Eine Krankensalbung in Schutzkleidung ist immer möglich“, erklärt der Geistliche. Alles, was darüber hinaus gehe, werde sehr unterschiedlich gehandhabt. „Im stationären Hospiz in Lendersdorf dürfen auch die Angehörigen dabei sein“, sagt Straeten. Ansonsten sei in dieser Zeit das Abschiednehmen im Krankenhaus sehr schwierig.

Was ist mit dem Kondolenzgespräch?

Auch das Kondolenzgespräch und die damit verbundene Besprechung der Beerdigung kann nicht wie gewohnt stattfinden. „Das läuft zur Zeit in der Regel übers Telefon“, erzählt Straeten. Es gebe aber auch die Möglichkeit, unter Einhaltung der Vorsichtsmaßnahmen ins Pfarrbüro zu kommen oder einen Hausbesuch zu vereinbaren.

Was ist mit der Beerdigung?

„Die so genannte Stille Beerdigung kann nur eine Notlösung sein“, sagt der Seelsorger. „Wenn jemand eine große Familie hat, bleiben manche außen vor. Die Anzahl ist begrenzt und die Verabschiedung findet sofort am Grab statt. Mit viel Abstand zueinander.“ Leider falle dadurch auch die tröstende Umarmung weg. Zum Glück sei man aber in manchen Kommunen großzügiger, was die Anzahl der Trauergäste betreffe.

Was ist mit der allgemeinen Trauerbegleitung?

Die sonst üblichen Gruppenangebote der Trauerhilfe könnten im Moment natürlich nicht stattfinden, so Toni Straeten. Aber sowohl aktuell Trauernde als auch Personen, die sich schon länger in Trauer und/oder Verzweiflung befänden, könnten sich jederzeit unter 02421/280256 an die Kontaktstelle wenden. „Leider ist momentan die Vorstellung verbreitet, dass alles zu ist“, sagt Straeten. „Wir sind da. Rufen Sie uns an!“ Denn er möchte dann auch den Hoffnungsaspekt des Glaubens weitergeben, „die Hoffnung, dass mich in der Krise jemand begleitet“.

Thomas Tönneßen in den Ruhestand verabschiedet

Thomas Toenessen

In kleinem Kreis mit großem Abstand wurde Pastoralreferent Thomas Tönneßen, seit 2010 pastoraler Mitarbeiter im Büro der Regionen Düren und Eifel, am 30. April 2020 in den Ruhestand verabschiedet. Er war seit 1986 im Dienst des Bistums und arbeitete bis 1997 in den Dekanaten Aachen-West und Aachen-Nord, danach mehr als 10 Jahre als Seelsorger für Menschen mit Behinderung und psychischer Erkrankung in Gangelt. Erste Stationen in der Region Düren waren die Seelsorge in Krankenhaus und GdG Jülich, dazu kam die langjährige Mitarbeit in der Organisationsberatung des Bistums.

Wesentliche Aufgaben für die Regionen Eifel und Düren waren die Begleitung der Regionalpastoralräte und die Aus- und Fortbildung der Verantwortlichen für die Wort-Gottes-Feiern, der KommunionhelferInnen und LektorInnen. Etliche Begegnungen im christlich-islamischen Dialog, in der Ökumene und der Eine-Welt-Arbeit rundeten gemeinsam mit vielen anderen Themen und Aufgaben das Wirken als pastoraler Mitarbeiter im Büro der Regionen ab.

Als pastoraler Mitarbeiter ist weiter Stefan Voges mit halber Stelle im Büro der Regionen Düren und Eifel tätig; eine weitere halbe Stelle soll baldmöglichst besetzt werden.

Thomas Toenessen

Neue Perspektiven in der Flüchtlingsseelsorge

Im letzten Newsletter haben wir die Arbeit von Diakon Martin Schlicht als Flüchtlingsseelsorger vorgestellt. Fälschlicherweise haben wir geschrieben, dass seine Stelle nicht fortgeführt wird. Richtig ist vielmehr, dass seine Stelle vorerst erhalten bleibt und mit dem Caritasverband beraten wird, wie die Arbeit der Flüchtlingsseelsorge fortgesetzt wird.