Informationen aus der Bistumsregion Düren

Newsletter des Regionalteams Düren

in Kooperation mit dem Büro der Regionen Düren und Eifel


 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

vor wenigen Tagen haben in Rom die Beratungen der Amazonas-Synode begonnen. Eine Region steht im Mittelpunkt, und doch geht es um die ganze Welt - um das Klima in der Atmosphäre und in der Kirche. Lesen Sie in unserem Newsletter, wie mit dem Modell "Regionalteam" etwas in der Kirche wandelt und dass in Düren eine "Klimasynode von unten" stattfindet.

Hans-Otto von Danwitz ganz persönlich

HOvD

Name: Hans-Otto von Danwitz

Beruf: Pfarrer

Alter: 60

Familienstand: ledig

Welchen Traumberuf hatten Sie als Kind?

Busfahrer.

Was ist das Besondere an Ihrem Beruf/Ihrer Arbeit?

Der Umgang mit so vielen ganz verschiedenen Menschen.

Welches Buch sollte jeder einmal gelesen haben? 

El Loco, der Spinner.

Welcher Film hat Sie zuletzt zum Lachen oder zum Weinen gebracht?

Der Film über den Missbrauch an Ordensfrauen durch Priester hat mich wütend gemacht.

An welchem Ort können Sie die Seele baumeln lassen? 

Beim Joggen in der Frühe mit meinem Hund.

Welche Persönlichkeit hat Sie am meisten beeindruckt/beeinflusst? 

Maria Grönefeld, die Leiterin des Nell-Breuning-Hauses in Herzogenrath.

Wo begegnen Sie Gott im Alltag? 

Am intensivsten in der Freude und Offenheit von Kindern und Menschen mit Behinderung

Hans-Otto von Danwitz ist Leiter der Gemeinschaft der Gemeinden Düren-Mitte, Pfarre St. Lukas, und feierte am 2. Oktober seinen 60. Geburtstag. Die Antworten notierte Ursula Weyermann.

HOvD

Schon ein Jahr im Amt und noch sehr viel vor

Regionalteam Dueren

Monsignore Norbert Glasmacher, Pastoralreferentin Maria Buttermann und Gudrun Zentis als Ehrenamtlerin arbeiten jetzt schon seit einem Jahr als Regionalteam zusammen. Eines vorneweg: Alle drei sind von ihrer Aufgabe begeistert und verstehen sich als „wirkliches Team“, in das jeder seine Fähigkeiten und „Sicht der Dinge“ einbringen kann, wie Maria Buttermann betont. Und Regionalvikar Norbert Glasmacher ergänzt: „Wir teilen uns die regionalen Aufgaben und die vielen Termine gleichwertig auf. Wenn einer nicht geht, geht der andere.“ Und dazu passt dann auch einer seiner Lieblingssprüche, der ein wenig an die drei Musketiere erinnert: „Pars pro toto“, frei übersetzt “Eine(r) für alle“.

Das Modell „Regionalteam“ löste das Modell „Regionaldekan“ ab. Innerhalb der Region wurden die Geistlichen und Mitglieder des Katholiken- und des Regionalen Pastoralrates befragt. Ihre Vorschläge für einen „Regionalvikar“ wurden dann Bischof Helmut Dieser übermittelt. Dieser wiederum wählte aus dem „Pool“ Monsignore Norbert Glasmacher aus und stellte diesem eine Pastoralreferentin mit einer halben Stelle, Maria Buttermann, und eine engagierte Ehrenamtlerin, Gudrun Zentis, gewählt durch den Regionalen Pastoralrat, zur Seite. „Dieses Modell ist in der Öffentlichkeit noch nicht so bekannt“, stellt Maria Buttermann fest, „kommt aber mittlerweile im innerkirchlichen Bereich ganz gut an“.

Deutliche und wirkungsvolle Frauenstimmen

Der Bereich sei grundsätzlich männerdominiert, sagt Gudrun Zentis: „Und dann kommen da zwei Frauen an.“ Sie und Maria Buttermann lachen. Pfarrer Glasmacher auch und spricht von „deutlichen und wirkungsvollen Frauenstimmen, die uns durch die Geschichte des Christentums begleiten haben, wie z.B. eine hl. Hildegard von Bingen oder eine hl. Katharina von Siena und so viele mehr, bekannte und unbekannte, bis zum heutigen Tag“.

Für die Pastoralreferentin Buttermann steht fest: „Wir leben in einer spannenden Zeit.“ Sicher sei aber auch, dass die Kirche vor Ort nicht mehr so priesterzentriert sein dürfe und sich anderen GdGs und auch anderen Christen gegenüber öffnen müsse. „Jeder für sich alleine wird nicht überleben können“, vermutet Pfarrer Glasmacher. „Wir brauchen die Gemeinschaft des Glaubens, die Gemeinschaft im Glauben, das Gebet füreinander, ein echtes Miteinander.“

Wo das Team in einem Jahr stehen möchte? Frau Buttermann übernimmt die Antwort: „In einer Region, in der ein lebendiges und offenes Miteinander auf allen kirchlichen Ebenen gewachsen ist und weiter wächst, zu dem wir mit unserer Arbeit beigetragen haben.“ Das Modell gemischter Teams aus Haupt- und Ehrenamtlichen, die Leitungsverantwortung übernehmen, halten die drei auch für ein tragfähiges Modell der Zukunft. „Damit wird dann auch deutlicher, dass die Kirche aus der Gemeinschaft aller getauften und gefirmten Christen besteht.“ Auch Bischof Dieser scheint vom Dürener Regionalteam angetan zu sein. Er habe gesagt „Da kommt was rüber!“, freut sich Norbert Glasmacher. 

Ihr Modell des Zusammenspiels wollen die Drei jetzt auch in die GdGs hineintragen. „Ich hoffe, dass sich andere von unserem Miteinander anstecken lassen“, so Frau Buttermann. „Gerade zu Zeiten der Personalknappheit ist ein regelmäßiger Austausch wichtig, damit die Kirche vor Ort lebendig bleibt.“

Das Gespräch mit dem Regionalteam führte Ursula Weyermann.

Regionalteam Dueren

Klimasynode von unten

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Die Amazonassynode der katholischen Bischöfe, die im Oktober in Rom stattfinden wird, bringt die soziale und die ökologische Frage in Amazonien zusammen. Dies ist ein guter Anlass, die inhaltlichen Anliegen zu regionalisieren und damit die Amazonassynode zu uns zu holen.

Besonders geeignet ist dafür das Rheinische Braunkohlerevier, wo sich ähnlich wie im Amazonasgebiet die Auseinandersetzung um ökologische Zerstörung und deren soziale Folgen im Moment dramatisch zuspitzt. Auch hier stehen ChristInnen mitten in den Konflikten und Auseinandersetzungen und fragen sich, wie die Kirche sich positionieren kann und wie ChristInnen sich organisieren können. Alle engagierten ChristInnen, Aktive aus der Klimabewegung und Interessierte sind herzlich eingeladen, an der Klimasynode von unten im Rheinischen Braunkohlerevier teilzunehmen!

Jugendfahrt zur Klimasynode

Klimasynode

Unter dem Titel "Unser Plan(et) - Klimasynode - mit Dir" bietet der Fachbereich Kirchliche Jugendarbeit für die Regionen Düren & Eifel am 19. Oktober 2019 eine Jugendfahrt an. Auf dem Programm stehen der Besuch der verwaisten Dörfer und das Kennenlernen der Perspektive ehemaliger Bewohner, eine Begegnung mit Klimaaktivisten im Hambacher Forst, Diskussionsrunden und ein Gottesdienst.

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Schicken Sie uns gerne Ihrer Terminankündigungen, die für die ganze Region von Interesse sind, und Neuigkeiten aus Ihrem regionalen Zuständigkeitsbereich. Redaktionsschluss für den nächsten Newsletter ist der 27. Oktober 2019. Das Redaktionsteam behält sich vor, eingereichte Texte zu bearbeiten.