Wanderausstellung: Wo sind sie? Kein Mensch verschwindet spurlos.

in der Citykirche Aachen während der Öffnungszeiten

Fotos auf den Stühlen im Ayotzinapa Rural College (c) Ayotzinapa Rural College
Termin: Donnerstag, 30.04.20 - 00:00 - Dienstag, 19.05.20 - 00:00
Citykirche Aachen
An der Nikolauskirche
52062 Aachen

Es ist eine Wanderausstellung zum gewaltsamen Verschwindenlassen von Menschen in Mexiko

Kein Mensch verschwindet spurlos. Zumindest in der Erinnerung der  Angehörigen und Freundinnen und Freunde bleiben sie präsent. Unter dem Motto „Kein Mensch verschwindet spurlos“ will diese Ausstellung dem besonders grausamen Verbrechen des gewaltsamen Verschwindenlassens Öffentlichkeit entgegensetzen.

Dieses Verbrechen wird in Mexiko seit langem tausendfach begangen, obgleich Regierung und Parlament das Internationale Abkommen zum Schutz aller Personen vor dem Verschwindenlassen ratifiziert haben.Warum werden Menschen Opfer des Verschwindenlassens? Was bedeutet es für die Ehefrauen, Ehemänner, Brüder und Schwestern, Freund*innen und Nachbarn, wenn plötzlich ein Mensch verschwunden ist? Was können Betroffene unternehmen, um ihre Liebsten zu finden?

Das Foto zeigt die der Pädagogischen Hochschule von Ayotzinapa, dem Landlehrerseminar Raúl Isidro Burgos. Die Studenten haben sie in einen Klassenraum verwandelt und warten auf die Rückkehr ihrer verschwundenen Kommilitonen. Denn in der Nacht zum 27. September 2014 wurden 43 Lehramtsstudenten der Pädagogischen Hochschule von Ayotzinapa, Bundesstaat Guerrero, während einer Busfahrt durch die Stadt Iguala von 
der Polizei gestoppt, beschossen und anschließend angeblich einer organisierten Verbrecherbande übergeben. Sie soll die Studenten getötet und ihre Leichen auf einer Müllhalde verbrannt haben. Diese von der Regierung vertretene „historische Wahrheit“ wird von den Angehörigen und internationalen Expert*innengruppen seit langem stark angezweifelt. Es gibt plausible Erklärungen dafür, dass kommunale Politikerinnen, Polizei 
und Militär in das Verbrechen verwickelt waren.Das Schicksal der Studenten erregte weltweites Aufsehen.