Präventionsschulungen gegen sexualisierte Gewalt

Ehrenamtlich, hauptberuflich oder hauptamtlich Mitarbeitende in der Kinder- und Jugendverbandsarbeit müssen eine Präventionsschulung besuchen. So ist es in der Präventionsordnung im Bistum Aachen festgelegt und in den jeweiligen Schutzkonzepten der Einrichtungen verankert.

Das Ziel von Präventionsschulungen

Das Ziel der Präventionsschulungen ist die Sensibilisierung für das Thema sexualisierte Gewalt. Die Schulungen vermitteln u.a. Basiswissen zur Kindeswohlgefährdung, allgemeine Merkmale zu Täterstrukturen sowie rechtliche Bestimmungen. Darüber hinaus ist die Sensibilisierung im Umgang mit Nähe und Distanz und die Entwicklung einer richtigen Haltung Inhalt dieser Schulungen. Präventionsschulungen geben Handlungsempfehlungen, wie man mit Grenzverletzungen und Verdachtsmomenten umgehen kann. Sie schärfen den Blick dafür, aufmerksam zu sein. Damit sind Sie in der Lage, Grenzverletzungen zu erkennen und zu artikulieren. Konkrete Hinweise zu Hilfs- und Beratungsangeboten runden die Schulung ab.

 

Welche Schulungen gibt es?

Für die jeweiligen Zielgruppen werden unterscheidliche Schulungsbausteine empfohlen: 

Basisschulungen: Für diejenigen, die sporadischen Kontakt zu Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Schutzbefohlenen haben. Die Schulungsdauer beträgt i.d.R drei Stunden.

Basisschulungen Plus+ : Für diejenigen, die regelmäßigen Kontakt zu Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Schutzbefohlenen haben. Außerdem für alle, die Veranstaltungen mit Übernachtungen begleiten. Die Schulungsdauer beträgt i.d.R. sechs Stunden.

Intensivschulungen:  Für alle, die intensiven Kontakt zu Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Schutzbefohlenen haben. Die Schulungsdauer beträgt i.d.R. zwölf Stunden.

Vertiefungsschulungen: Die Schulung muss spätestens alle fünf Jahre erneut vertieft werden. Neben einem Wiederholungsteil (gesetzliche Neuerungen und Basiswissen) kann der Vertiefungsschwerpunkt variieren, je nach Zielgruppe.

Hinweis: Welche Personen einen sporadischen, regelmäßigen oder intensiven Kontakt zu Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Schutzbefohlenen haben, muss von den Trägern mittels einer Risikoanalyse eingestuft werden. Die Risikoanalyse ist Teil des Institutionellen Schutzkonzeptes (ISK) der Einrichtung.

Wer bietet Schulungen an?

Schulungen nach der Präventionsordnung werden für unterschiedliche Zielgruppen von den Bildungsforen und FBS im Bistum Aachen angeboten. Die Foren bieten hierbei auch die Möglichkeit von Maßnahmen 'vor Ort'. Die Träger haben auch selbst die Möglichkeit, Schulungen in enger Abstimmung mit der Präventionsbeauftragten zu organisieren.

Hier finden Sie eine Übersicht zu den Foren und Trägern, die Präventionsschulungen anbieten.