Zitate aus dem Buch

„Am Beginn all unserer Erfahrungen, unserer Konstitution der Welt, steht nicht das cartesianische Subjekt, das kantianische leere Ich, sondern ein inkarniertes Subjekt, das deshalb auch ein fühlendes Subjekt ist, das die Dinge spürt, noch bevor es sie zu denken vermag."

 

„Das Gespür für die ans Unendliche reichende Bedeutungsvielfalt des Leibes wird zur Voraussetzung für die Fähigkeit, über sich hinaus zu verweisen auf jene größere unsichtbare Wirklichkeit, die Gott ist."

 

„Um etwas von Gott wahrzunehmen, muss also im Innern des Menschen etwas Gottförmiges sein, ein Sensorium für die Wahrnehmung des Göttlichen."

 

„Spiritualität der Wahrnehmung kennt kein Sprechen ‚über' Gott mehr. Sie knüpft an die kniende Theologie des Mittelalters an, in der das ‚Wissen über' von einem ‚Gespür für' begleitet wurde. Sie ist mehr eine Haltung, die es zu verwirklichen gilt, als ein Inhalt."