Corona - Infos zur Kirchenmusik

Hinweise zum Gemeinde- und Chorgesang (Stand: 2. Nov. 2020)

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Datum:
Sa 7. Nov 2020
Von:
Winfried Kleinen

Aktuelle Verlautbarungen des Bistums Aachen

Gemeindegesang (22.10.2020)

Die Corona-Schutzverordnung NW enthält keine Regelung zum Gemeindegesang. Der Gemeindegesang ist unter Würdigung der Gesamtumstände und neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse unter folgenden Voraussetzungen möglich:

  • Einhaltung eines Mindestabstands von seitlich 1,5 m und von mindestens 2 m nach vorne
  • Gemeindegesang ist nur zulässig unter Einhaltung des Mindestabstandes und unter Berücksichtigung der Inzidenzwerte. Ab einer Inzidenz von 50 wird der Gemeindegesang deutlich reduziert. Bei Freiluftgottesdiensten kann unter Einhaltung der erforderlichen Abstandsregeln gesungen werden. Chorgesang bleibt nach den Vorgaben der Anlage „Hygiene- und Infektionsstandards“ zur CoronaSchVO erlaubt.
  • Der Gemeindegesang schließt die Möglichkeit einer engeren Platzierung aus. Die Mindestabstände nach Ziffer 1 dürfen in keinem Fall unterschritten werden.
  • Eine versetzte Sitzordnung
  • Das Tragen eines Mund-Nasenschutzes im Gottesdienst wird dringend empfohlen.
    Ab einer Inzidenz von 35 tragen die Gottesdienstbesucher/innen eine Mund-Nase-Bedeckung. Priester, Diakon, Lektor/in, Kantor/in sind von dieser Verpflichtung in der Ausübung ihres liturgischen Dienstes ausgenommen.
  • Regelmäßiges Lüften (Stoßlüften alle zehn Minuten oder Dauerlüften)
  • Vorstehende Maßgaben gelten nicht für Chöre. Bezüglich der Chorarbeit bestehen die bisherigen Regelungen fort, da bei Chören andere Voraussetzungen vorliegen (z.B. viel längeres Singen als im Gottesdienst).
  • Trotz der oben beschriebenen Ermöglichung des Gemeindegesangs ist eine erhöhte Ansteckungsgefahr beim Singen nach wie vor nicht auszuschließen. Die Entscheidung, ob der Gemeindegesang wieder erlaubt wird, obliegt dem Kirchenvorstand.

Konzerte, Chorgesang, Chorproben (2. November 2020)

  • Konzerte und Aufführungen sind unzulässig. Nur der zur Berufsausübung zählende Probebetrieb ist weiterhin zulässig (§ 8 Abs.1 Satz 2 der Corona-Schutzverordnung NRW) . Da sich die Kirchen an den Regelungen orientieren müssen, dürfen Chorproben nicht stattfinden.

 

Chorproben (9. September 2020)

  • Die Corona Schutzverordnung des Landes NRW (Stand 1. September 2020) ermöglicht für Chorsänger/innen in kirchlichen Chören des Bistums Aachen radial einen Abstand von 2 m. Der Krisenstab des Bistums Aachen empfiehlt dennoch die Einhaltung eines Abstands von 3 m radial zwischen Personen.
  • Der Abstand zum Dirigenten und zu einem möglichen Zuhörerkreis beträgt in Gottesdiensten bzw. Konzerten 4 m.
  • In Chorpausen und beim Betreten und Verlassen des Proben-/Kirchenraumes ist der gesetzlich vorgeschriebene Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten und die Verwendung des Mund-Nasenschutzes zu empfehlen.
  • Es ist eine Raumgröße von mindestens 7 qm pro Person zu gewährleisten. Dabei empfiehlt sich eine versetzte Sitzordnung der Anwesenden.
  • Sofern es die Witterung erlaubt, sollte im Freien geprobt werden. Mit Blick auf die kommenden Herbst- und Wintermonate sollte entsprechend in großen, hohen Räumen – vorzugsweise Kirchen – geprobt werden. Die Raumhöhe sollte dabei mindestens 3,5 m betragen.
  • In Räumen mit bestehenden Umluftsystemen/Heizungen ist darauf zu achten, dass diese vor Beginn der Chorprobe ausgestellt werden. Räume mit einer maschinellen Lüftung (durch Außenluft) sind zu bevorzugen.
  • Die Probenlänge sollte maximal insgesamt (inkl. Pausen) auf 90 Minuten begrenzt werden, wobei spätestens alle 30 Minuten die Probe durch eine Stoßlüftung (gegenüberliegende Fenster bzw. Türen) des Raumes für mindestens 5 Min., besser 10 Min. unterbrochen werden muss. Dabei müssen alle Teilnehmer/innen den Raum verlassen. Unabhängig davon empfiehlt sich für den Probenbetrieb auch die Verwendung einer sogenannten CO2 Ampel, die einen möglichen kritischen CO2 Gehalt anzeigen kann.
  • Das Tragen eines Mund-Nasenschutzes außerhalb von Probephasen kann mit Blick auf die Aerosolproblematik hilfreich sein.
  • Noten sind personenbezogen zu verwenden. Des Weiteren ist die Anwesenheit der Chormitglieder zu dokumentieren und im Sinne einer notwendigen Rückverfolgbarkeit 4 Wochen von einer zu bestimmenden Vertrauensperson (Chorvorstand) aufzubewahren.
  • Für evtl. notwendige Trinkgefäße (Wasser) sorgt jeder/jede Chorsänger/in selbst. Diese sind personenbezogen zu verwenden. Die allgemein üblichen Kontakt- und Hygieneregeln (kein Körperkontakt, Husten- und Niesetikette, Quarantäneregeln etc.) werden im Sinne einer gegenseitigen Rücksichtnahme als bekannt und akzeptiert vorausgesetzt.
  • Personen mit Krankheitssymptomen nehmen im Sinne der gegenseitigen Fürsorge an der Probe/dem Auftritt nicht teil.



ACV Hygienekonzept für Proben kirchlicher Chöre
(Aktualisierung: 20. Oktober 2020)


Vorlagen zur Wiederaufnahme der Probenarbeit

Vorlage.pdf

Vorlage.dotx

 

FAQ Gottesdienste

 

 

Chorsingen und Corona: Ein Crashkurs mit Prof. Michael Fuchs

Sänger*innen und Chordirigent*innen in ganz Deutschland stehen vor der Frage, wie die gemeinsame Probenarbeit angesichts der Corona-Pandemie fortgeführt werden kann. Im Interview gibt Professor Michael Fuchs, Leiter des Zentrums für Musikermedizin am Universitätsklinikum Leipzig, Auskunft zu Abstandsregeln, Anforderungen an den Probenraum, Hygienevorschriften, Dokumentationspflichten usw. 

Franziska Kuba und das Vocalconsort Leipzig haben die musikermedizinischen Empfehlungen im Rahmen der ersten Probe nach dem Lockdown vor Ort in der Leipziger Philippuskirche umgesetzt. 

Alle Inhalte im Video beziehen sich auf den Stand der wissenschaftlichen Forschung Anfang Juli 2020.