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Fragen und Antworten zur GdG-Ratswahl 2021 - Allgemeines

Zeitgleich mit drei weiteren Bistümern in Nordrhein-Westfalen werden im Bistum Aachen am 6. und 7. November die Räte der Gemeinschaften der Gemeinden gewählt. Über 900.000 Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren können dazu ihre Stimme abgeben. Am selben Wochenende finden auch die Wahlen für die Kirchenvorstände (siehe eigenes FAQ) statt. Wahlen zu den GdG-Räten finden regelmäßig alle vier Jahre statt, Mitglieder des Kirchenvorstandes werden für sechs Jahre gewählt.

Die Wahl der pastoralen Gremien und auch der Kirchenvorstände gibt allen Katholiken die Möglichkeit, ihre Kirche aktiv mitzugestalten. Das Recht, den eigenen pastoralen Raum, die Gemeinde, die Pfarrei mitzugestalten, sollte jeder nutzen. Zugleich bietet sich dadurch die Chance, auch die anstehenden Veränderungsprozesse aktiv zu gestalten und so die Weichen für die Zukunft zu stellen. Die Kirche hat über die Jahrhunderte immer ihr Gesicht verändert und sich neuen Herausforderungen gestellt. Mit der Wahl der Räte wird die engagierte Zusammenarbeit am Ort weiter gesichert. Mit jeder Stimme wird die pastorale Entwicklung in der Gemeinde mitgestaltet.

Wie sich Kirche verändert, um wieder näher bei den Menschen zu sein, wird seit 2018 im synodalen Gesprächs- und Veränderungsprozess „Heute bei dir“ mit vielen Beteiligten erarbeitet. Derzeit arbeiten acht Basis-AGan Roadmaps für die zukünftige Entwicklung der katholischen Kirche im Bistum Aachen. Dabei handelt es sich um Ziel-, Zeit- und Maßnahmenpläne. Diese werden am 30. Juni 2021 veröffentlicht und anschließend von Lenkungsgruppe, Bischof und Diözesanen Räten beraten. Erst danach erfolgt die Umsetzung. Wie diese aussieht, dazu bleiben die Ergebnisse der Basis-AG sowie die folgenden Beratungen abzuwarten.

Die gewählten Vertreterinnen und Vertreter in den GDG-Räten, Pfarrei- und Gemeinderäten haben die Chance, eventuelle neue pastorale Räume aktiv mitzugestalten. Sie sind das Gesicht der Kirche am Ort, machen sie lebendig und glaubwürdig. Verschiedene Fachbereiche im Bischöflichen Generalvikariat bieten für anstehende Veränderungsprozesse Unterstützung und Beratung an.

GdG-RatsWahl - GdG-Ratswahlen, Pfarrei- und Gemeinderäte

GdG-Rat

Der GdG-Rat ist das oberste beschlussfassende Organ für die pastoralen Aufgaben in den 71 Gemeinschaften der Gemeinden des Bistums. In ihm arbeiten Priester und Laien, haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusammen mit dem Ziel, die vielfältigen Aufgaben der Gemeinschaft in Zeiten des Um- und Aufbruchs zu gestalten. Der GdG-Rat ist verantwortlich für die „grundlegenden Fragen der Pastoral" der Gemeinschaft der Gemeinden. Hier wird informiert, beraten und soweit möglich entschieden u.a. über die Gottesdienstordnung, die weitere Nutzung der kirchlichen Gebäude, das Pastoralkonzept, die ökumenische und interreligiöse Zusammenarbeit Leitungsfragen, oder die Verantwortung für den Dienst am Nächsten.

Der GdG-Rat ist darüber hinaus auch Ort des Austausches und der Planung, welche pastoralen Aufgaben und Neuausrichtungen sich in der nächsten Zeit für die Gemeinschaft der Gemeinden abzeichnen. Er nimmt den gesamten pastoralen Raum in den Blick und berücksichtigt dabei auch andere kirchliche Orte wie Krankenhäuser, Kindertagesstätten, Schulen, Ordensgemeinschaften, Verbände, Sozialstationen, Einrichtungen, Initiativen, Institutionen. Die Aufgaben des GdG-Rats, die Zusammensetzung seiner Mitglieder und die Arbeitsweise ist grundgelegt in der Satzung für den Rat der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG-Rat).

Pfarreirat

Der Pfarreirat ist die Stimme der einzelnen Pfarreien im Konzert der Zusammenarbeit aller Pfarreien der Gemeinschaft der Gemeinden. Die Vielfalt der unterschiedlichen Dörfer oder Stadtviertel einer Gemeinschaft macht deutlich, dass eine Gemeinschaft von Gemeinden ortsnahe Bezugspunkte für die Menschen braucht. Hier kann der Pfarreirat wirksam werden. Aus der Kenntnis der ortsspezifischen pastoralen und gesellschaftlichen Herausforderungen erwachsen seine originären Aufgaben. Der Pfarreirat sorgt sich um das Pfarrfest ebenso wie um die Unterstützung des Leitungsteams und das gottesdienstliche Leben der Pfarrei. Er wirkt mit an der Erstellung des Pastoralkonzepts der Gemeinschaft und sucht den Kontakt zu kirchlichen und gesellschaftlichen Einrichtungen im Dorf oder Stadtviertel. Er arbeitet mit Initiativen und Organisationen am Ort zusammen und berät den Kirchenvorstand. Männer und Frauen aus der Pfarrei werden vom Rat zum Dienst als Kommunionhelferinnen und -helfer, Lektoreinnen und Lekoren, Leiterinnen und Leiter von Wort-Gottes-Feiern und Beerdigungen oder zur Übernahme anderer Dienste vorgeschlagen.

Gemeinderat

Wo es gewünscht ist, kann Mitverantwortung in Gemeinden durch Gemeinderäte übernommen werden. Ein Gemeinderat entsteht nur durch Wahl, er kann nicht berufen werden. Gemeinde im Sinne dieser Ordnung kann sowohl eine territoriale Gemeinde (z.B. ehemalige Pfarrei oder Kaplanei), als auch eine Personalgemeinde (z.B. Jugendkirche kafarna:um / Gemeinde Zeitfenster) oder eine Gemeinde in der kategorialen Seelsorge (z.B. Hochschulgemeinde / Krankenhausseelsorge) sein. D.h. auch hier können Gemeinderäte gebildet werden.

Voraussetzung für die Anwendung dieser Ordnung ist die Benennung der jeweiligen Gemeinde als solche im Pastoralkonzept der GdG. Die Aufgaben des Gemeinderats und sein Zusammenwirken mit dem GdG-Rat ist beschrieben in der Ordnung zur Bildung der Gemeinderäte.

Die letzte Wahl fand im Jahr 2017 statt. Bei diesen Wahlen hatten sich 4.000 Frauen und Männer um zirka 3.000 Mandate in den Räten der 71 Gemeinschaften der Gemeinden (GdG) mit ihren 326 Pfarreien beworben. Der Anteil der Frauen unter den gewählten Mitgliedern lag bei 60 Prozent.

Wählbar sind Katholiken, die am Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet und in der Gemeinschaft der Gemeinden ihren Hauptwohnsitz haben oder am Gemeindeleben teilnehmen. Sie müssen ihrer Kandidatur schriftlich zugestimmt haben.

Wahlberechtigt sind Katholikeinnen und Katholiken, die am Wahltag das 14. Lebensjahr vollendet und in der Gemeinschaft der Gemeinden ihren Hauptwohnsitz haben.