Wohnraum für Flüchtlinge

Vor dem Hintergrund der unverändert hohen Flüchtlingszahlen ist die Dringlichkeit im Bistum Aachen groß, geeigneten Wohnraum für asylsuchende Menschen zur Verfügung zu stellen.

Die Unterbringung in einer Wohnung ist Grundvoraussetzung für ein menschenwürdiges Leben, gesellschaftliche Teilhabe und ist somit Grundvoraussetzung für mögliche Integration. Ein Zusammenleben kann nur gelingen, wenn die Bedingungen dafür geschaffen werden.

Im Bistum Aachen wird seit Januar 2015 die Unterbringung von Flüchtlingen in Wohnraum gefördert. Viele Kirchengemeinden im Bistum Aachen engagieren sich bereits, indem sie Wohnraum in vorhanden Wohnungen, in ehemaligen Pfarrhäusern oder Pfarrheimen zur Verfügung stellen. Im Bistum Aachen wird zur Zeit Wohnraum für mehr als 690 Personen bereit gestellt. Davon leben 60 Personen in Wohnraum einer bistumseigenen Immobilie in Viersen-Dülken und 630 Personen in 81 Immobilien im Eigentum von Kirchengemeinden.

Falls Ihre Kirchengemeinde oder einzelne Mitglieder Ihrer Gemeinde Wohnraum für Flüchtlinge zur Verfügung stellen möchten, haben wir einige Informationen für Sie zusammengestellt, die Sie dabei unterstützen können:

Wohnraumförderung durch das Bistum Aachen

Im Bistum Aachen werden bauliche Maßnahmen zur Bereitstellung von geeignetem Wohnraum für Flüchtlinge mit der „Richtlinie zur Förderung von Wohnraumbereitstellung für Flüchtlinge durch katholische Rechtsträger im Bistum Aachen" finanziell gefördert.

Was wird gefördert?

  • die Bereitstellung von Wohnungen, Wohngemeinschaften, Wohngruppen (z.B. für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge)

Welche Maßnahmen werden gefördert?

  • Schönheitsreparaturen,
  • Renovierungsmaßnahmen,
  • Sanierungsmaßnahmen,
  • Um- und Ausbauarbeiten,
  • Neubaumaßnahmen

Wie wird gefördert?

  • mit pauschalen Fördersätzen in Abhängigkeit zum Aufwand und der geplanten Wohnfläche

Was ist Fördervoraussetzung?

  • die Immobilie(n) befinden sich im Eigentum einer Kirchengemeinde oder eines katholischen Rechtsträgers im Bistum Aachen
  • der Wohnraum wird mindestens 5 Jahre für die Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung gestellt

In der Regel müssen im Vorfeld der Planung einer solchen Maßnahme viele Fragen geklärt werden. Für nähere Informationen zur Fördermöglichkeit, sowie für eine erste Beratung zur Unterbringung von Flüchtlingen in kirchengemeindlichen Immobilien, steht Ihnen Frau Bürger als Ansprechpartner gerne zur Verfügung.

Wohnraumförderung durch das Land NRW

Im Rahmen der sozialen Wohnraumförderung des Landes Nordrhein-Westfalen stellt das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr ein zusätzliches Förderprogramm zur Schaffung von Wohnraum für Flüchtlinge zur Verfügung. Durch günstige Darlehen der NRW.Bank werden Neubaumaßnahmen, Neuschaffung von Wohnraum im Bestand und Maßnahmen zur Herrichtung oder Anpassung von Wohnraum gefördert.

Flüchtlinge privat aufnehmen

Wer Flüchtlingen privaten Wohnraum zur Verfügung stellen will, muss einige Dinge beachten. Antworten auf viele Fragen gibt ein Informationsblatt von Pro Asyl (s. Anhang).