FAQ Veranstaltungen

Stand: ab 06.08..2020

Unter bestimmten Voraussetzungen sind Gemeinschaftsaktivitäten (z.B. Veranstaltungen, Versammlungen, Zusammenkünfte, Gremiensitzungen) wieder erlaubt. Grundsätzlich sind die gesetzlichen Vorgaben, insbesondere die des Landes und der jeweiligen Kommune oder des Kreises zu beachten.

Der Krisenstab hat nachfolgend die in diesem Zusammenhang aufkommenden Fragen zusammengetragen, um den Veranstaltern eine Orientierung zu geben. Ganz besonders weisen wir darauf hin:

  • Bei allen Aktivitäten sind Abstandsregeln zwingend vorzusehen und einzuhalten sowie  Hygienemaßnahmen zu konzipieren und zu ergreifen.
  • Nach wie vor sollen Onlineformate die Präsenzveranstaltungen ersetzen.
  • Die Lage kann sich jederzeit, auch kurzfristig, ändern. Es kann daher der Fall eintreten, dass Aktivitäten, obwohl seit längerem geplant, plötzlich nicht mehr stattfinden können.

Diese Aspekte werden in der nachfolgenden FAQs nicht mehr eigens erwähnt, finden aber stets Anwendung. Die Verantwortung für die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln bei der jeweiligen Gemeinschaftsaktivität liegt stets beim Veranstalter.

Das Bistum Aachen hat Arbeitsschutzstandards für die Corona-Zeit erlassen. Die Arbeitsschutzstandards sind hier veröffentlicht. 

Einrichtungen des Bistums Aachen, die ihrer Arbeitsstruktur nach anders aufgestellt sind (z.B. mit Publikumsverkehr), verfügen über eigene Hygienestandards. Diese sind auf ihrer jeweils eigenen Homepage veröffentlicht:

  • Bischöfliche Akademie, Aachen
  • Diözesanarchiv, Aachen
  • Diözesanbibliothek, Aachen
  • Medienstelle des Katechetischen Instituts, Aachen
  • Katechetisches Institut, Aachen
  • Beratungszentrum für Ehe-, Familien-, Lebens- und Glaubensfragen Mönchengladbach
  • Beratungszentrum für Ehe-, Familien-, Lebens- und Glaubensfragen Aachen
  • Katholische Hochschulgemeinde Aachen
  • Katholisches Hochschulzentrum Lakum, Mönchengladbach
  • Katholisches Hochschulzentrum Lakum, Krefeld
  • Katholisches Forum Mönchengladbach/Heinsberg
  • QuellPunkt. Katholisches Hochschulzentrum auf dem Campus Melaten, Aachen

Der Kleiderflohmarkt, Eine-Welt-Basar, Basare allgemein oder Trödelmärkte sind unter Vorlage eines Hygienekonzeptes bei der Unteren Gesundheitsbehörde wieder erlaubt. Die verpflichtenden Bestandteile des Hygienekonzeptes sind in § 2b der Corona-Schutzverordnung geregelt.

Bildungsangebote in öffentlichen, behördlichen und privaten außerschulischen Bildungseinrichtungen sind zulässig.

Besprechungen zur Aufgabenerfüllung sind erlaubt. Eine Höchstgrenze der Teilnehmenden ist nicht festgelegt, sie wird bestimmt durch die Größe des Raums und den Charakter der Veranstaltung. Formate mit Kontakten sind zu vermeiden.

Einzelunterricht für Gesang und Instrumente ist zulässig. In atmungsaktiven Fächern (Gesang, Blasinstrumente) ist eine Raumgröße von mindestens zehn Quadratmetern pro Person vorzusehen (d.h. mindestens 20 qm bei 2 Personen Lehrer/Lehrerin und Schüler/Schülerin).

Ferienfreizeiten sind nicht generell abgesagt. Es liegt in der Verantwortung des Veranstalters, ob eine Ferienfreizeit durchgeführt wird. Auskunft erteilt der Veranstalter.

Gremiensitzungen sind für Einrichtungen wie Vereine, Kirchengemeinden usw. erlaubt. Ein Gremium ist ein verfasstes Organ, das aufgrund von Satzung oder Ordnung vorgesehen ist. Beispiele sind: Vereinsvorstandssitzung, Mitgliederversammlung, Pfarrgemeinderatssitzung, Kirchenvorstandssitzung, Ausschuss für Umwelt und Nachhaltigkeit, usw.

Großveranstaltungen bleiben mindestens bis 31. Oktober 2020 untersagt. Als Großveranstaltungen gelten Veranstaltungen mit mindestens 300 Personen und dem Charakter von Volksfesten, Stadt-, Dorf- und Straßenfesten, Schützenfesten, Weinfesten und ähnlichen Festveranstaltungen. Im Zweifel hilft eine Anfrage beim Ordnungsamt.

Treffen von gemeindlichen und verbandlichen Gruppen sind unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln (1,50 m) erlaubt. Alternativ kann auf die Abstandsregel verzichtet werden, wenn sichergestellt ist, dass feste Sitzplätze an die Gruppenteilnehmer vergeben werden und die festen Sitzplätze mit Kontaktdaten erfasst werden. Der Krisenstab rät jedoch dringend dazu, zur Eindämmung der Ansteckungsgefahr die Mindestabstände einzuhalten. Für außerschulische Bildungsangebote, z.B. Jugendarbeit, gelten abweichende Regeln (siehe z.B. Anlage Hygiene- und Infektionsschutzstandards zur Corona-Schutzverordnung, Ziff. X und FAQ des Landesjugendrings NRW).

Die Kontaktdaten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, ob mit oder ohne festen Sitzplatz, müssen in jedem Fall erfasst werden.

Ausschließlich gesellige Zusammenkünfte und Feiern bleiben bis auf weiteres verboten. Von einer Teilnahme an Gruppentreffen aus Risikogruppen wird dringend abgeraten.

Katechesen zur Erstkommunion sind erlaubt. Dies gilt auch für Firmkatechesen.

Konzerte mit Teilnehmerzahlen bis zu 300 Zuschauern können mit einem Hygienekonzept, mit einem gesteuerten Zugang und der Gewährleistung des Mindestabstands von 1,5 m (auch in Warteschlangen) und der Rückverfolgbarkeit der Kontakte stattfinden.

Wenn die Teilnehmer während der Veranstaltung auf festen Sitzplätzen sitzen und die Kontaktdaten zusammen mit der Platzierungsliste vorliegen, kann auf die Einhaltung des Mindestabstands verzichtet werden.

Eine Mund-Nasen-Bedeckung ist außer am Sitzplatz zu tragen. Der Krisenstab rät jedoch dringend dazu, zur Eindämmung der Ansteckungsgefahr die Mindestabstände einzuhalten.

Konzerte mit mehr als 300 Personen bedürfen eines besonderen Hygiene- und Infektionsschutzkonzepts (Siehe Corona-Schutzverordnung , § 2b, Absatz 1).

Für den Chor in Chorkonzerten gelten die auch für Proben üblichen Abstandsregelungen: 3 Meter zwischen Personen, 4 Meter in Ausstoßrichtung, 4 Meter zwischen Dirigent und Chor, versetzte Aufstellung, 3 Meter zwischen Bühne und Publikum.

Für jede Zusammenkunft im geschlossenen Raum (Gremiensitzung, Bildungsangebot etc.), sind Namenslisten zur Rückverfolgbarkeit von Kontakten zu erstellen. Ein Musterformular finden Sie hier. Das ausgefüllte Kontaktdatenformular muss vier Wochen lang aufbewahrt werden. Es ist sicher vor unbefugtem Zugriff zu verschließen (z.B. Safe, abschließ­barer Schrank mit eingeschränktem Schlüsselzugang) und nach Ablauf der Frist so zu vernichten, dass die Kontaktdaten nicht mehr lesbar sind (Schredder, Datentonne). 

Zusätzlich kann eine Platzierungsliste (Sitzplan) geführt werden, die die festen Sitzplätze für die jeweilige Veranstaltung dokumentiert und zusammen mit der Kontaktdatenliste eine Rückverfolg­barkeit der Kontakte eines Infizierten ermöglicht.

Das Hauptargument gilt dann in erster Linie nicht mehr der Verhinderung einer Ansteckung durch Wahrung von Mindestabständen zwischen Personen, sondern der Rückverfolgbarkeit von Infektionsketten. Jeder Veranstalter sollte daher für sich sehr genau prüfen, welche Alternative er bevorzugt anwendet. Der Krisenstab des Bistums rät jedoch dringend dazu, zur Eindämmung der Ansteckungsgefahr die Einhaltung von Mindestabständen vorzusehen. 

Pfarrfeste sind wie Straßenfeste mindestens bis 31. Oktober 2020 verboten.

Selbsthilfegruppen als Teil des Systems der Gesundheitsvor- bzw. -nachsorge dürfen und sollen stattfinden.

Die Vermietung von Räumen, z.B. von Pfarrräumen, ist für erlaubte Veranstaltungen generell zulässig: z.B. Gremiensitzungen, Schulungen, Aus-, Fort- und Weiterbildung. Bei Veranstaltungen, die gegen die öffentlichen Vorgaben verstoßen, ist davon Abstand zu nehmen. Dies gilt auch für Räume, die unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden.

Bei der Nutzung von Pfarrräumen in Eigennutzung durch die Gemeinde ist ein Hygienekonzept notwendig, das der Kirchenvorstand beschließt. Hinweise zur Erstellung eines Hygienekonzeptes finden Sie hier. Bei einer Fremdnutzung liegt die Verantwortung beim Veranstalter, wenn dies ausdrücklich vereinbart wird. Es ist daher zu empfehlen, dass eine schriftliche Vereinbarung (Mietvertrag) mit dem Veranstalter getroffen wird, in der auf die einzuhaltenden behördlichen Vorgaben hingewiesen wird.

Wallfahrten als Großveranstaltung mit 300 Personen und mehr sind bis 31. Oktober 2020 verboten.

Für Wallfahrten mit Teilnehmerzahlen unter 300 Personen sind mindestens die Vorkehrungen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Gewährleistung eines Mindestabstandes von 1, 5 Metern erforderlich.

Für Wallfahrtsgottesdienste gelten die Regelungen für Gottesdienste.