FAQ Gottesdienste

Die fünf (Erz-)Bistümer in Nordrhein-Westfalen haben gemeinsam Maßgaben erarbeitet, die mit der Staatskanzlei des Landes abgestimmt worden sind. Sie gelten in allen NRW-Bistümern und bilden seit dem 1. Mai 2020 den Rahmen für das liturgische Leben im Bistum Aachen. Sie finden die Maßgaben hier. Zusätzlich hat der Krisenstab des Bistums Aachen Hinweise zu den vorgenannten Maßgaben erarbeitet, die Sie hier finden.

Nachfolgend werden die wichtigsten Hinweise in Form von FAQs veröffentlicht. Sie spiegeln die Weiterentwicklung der Corona-Lage wider und sind zu beachten bzw. als Koordinatensystem zu verstehen, innerhalb dessen die jeweils Verantwortlichen vor Ort im Detail entscheiden müssen, um die Einhaltung der behördlich vorgegebenen Auflagen und dem Schutzbedürfnis der Gläubigen bestmöglich Rechnung zu tragen.

Für Trauungen in Kirchen gelten grundsätzlich die Bestimmungen für Gottesdienste. 
Da bei Hochzeitsfesten mit bis zu höchstens 150 Teilnehmern das Abstandsgebot und eine Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung nicht gelten, (soweit geeignete Vorkehrungen zur Hygiene und zur einfachen Rückverfolgbarkeit sichergestellt sind,) genügt auch im Gottesdienst für den Kreis der mit ihren Daten erfassten Hochzeitsgäste eine einfache Rückverfolgbarkeit.  Nicht von den Brautleuten gelistete Teilnehmer am Trau-Gottesdienst haben neben der einfachen Rückverfolgbarkeit den Mindestabstand von 1,5 Metern zu beachten.
Der Kirchengemeinde bleibt vorbehalten, auf einen Sitzplan im Sinne der besonderen Rückverfolgbarkeit zu bestehen.

Die öffentlichen Sonntagsgottesdienste werden in den Kathedralkirchen und in den Hauptschiffen der Kirchen (einschließlich der Ordenskirchen) gefeiert, nur ausnahmsweise und unter Voraus­setzung ihrer Eignung in sonstigen Gottesdiensträumen (Krypta, Seitenkapelle usw.). Letzteres gilt auch für die Gottesdienste in Krankenhäusern sowie Alten- und Pflegeheimen, die ggf. auch zusätzlichen Bestimmungen des Trägers oder des Landes unterliegen.

Es besteht keine Pflicht, in jeder Kirche einen Gottesdienst anzubieten. Es muss in jeder GdG überlegt und entschieden werden, in welchen Kirchen ein Gottesdienst stattfinden soll. Eine Beschränkung ist ggf. sinnvoll, da Gottesdienste in mehreren Kirchen einen erheblich höheren (Personal-)aufwand nach sich ziehen. (Regelung zur Beschränkung der Teilnehmerzahl, Ordnungsdienst, Hygienemaßnahmen etc.).

Es besteht keine Pflicht, einen Werktagsgottesdienst zu feiern. Werktagsgottesdienste können in Kapellen, Krypten oder Seitenschiffen mit wenigen Gläubigen stattfinden.

  • Es sind zwei Alternativen möglich: Die eine Alternative ist, wie bisher auch, die Einhaltung der Abstandsregelungen (1,50 m) zu jeder Seite sowie nach vorne und hinten.
  • Die andere Alternative ist die Anfertigung von Platzierungslisten (Sitzplan). Denn wenn Platzierungslisten angefertigt werden, kann auf die Abstandsregel verzichtet werden.
  • Eine Platzierungsliste muss zusammen mit der Kontaktdatenliste [siehe: „Sind Namenslistzen verpflichtend zu führen?“] so gestaltet sein, dass im Falle einer Infektion die Sitznachbarn (auch mehrere) eines Infizierten genau bestimmt und benannt werden können. Trotz dieser Lockerung rät der Krisenstab dringend dazu, zur Eindämmung der Ansteckungsgefahr die Anwendung der Mindestabstände von 1,50 m vorzusehen.
  • Das Führen einer Kontaktdatenliste zur Rückverfolgung von Kontakten ist verpflichtend. (Siehe: „Sind Namenslisten verpflichtend zu führen?")
  • Familien dürfen zusammen sitzen, der Mindestabstand von 1,50 m von der Familie zur/m nächsten Gläubigen muss jedoch eingehalten werden. Ggf. empfehlen sich eigene Bankreihen für Familien. Familie wird im Sinne der Corona-Schutzverordnung interpretiert als ein gemeinsamer Haushalt – eine Wohngemeinschaft kann also auch zusammen sitzen.
  • Es ist auf ausreichende Lüftung vor und nach dem Gottesdienst zu achten.
  • Die Weihwasserbecken bleiben geleert.
  • Außer am Sitzplatz wird das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung empfohlen.
  • Schaubilder zu den Hygienebestimmungen können ausgehängt werden. Im Intranet des Bistums „Comap“ finden sich verschiedene Vorlagen, die ausgedruckt und aufgehängt werden können.

Derzeit besteht eine Pflicht zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen nur in bestimmten öffentlichen Bereichen, (noch) nicht in Kirchen. Das Bistum empfiehlt jedoch dringend das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen in der Kirche außer am Sitzplatz. Die Ausstattung mit Mund-Nasen-Bedeckungen liegt dabei in der Verantwortung jeder und jedes Einzelnen, eine zentrale Beschaffung durch das Bistum erfolgt nicht. Eine Kirchengemeinde kann jedoch in eigener Verantwortung die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung erlassen.

Ggf. sind auch aktuelle zusätzlich erlassene Regelungen zur Versammlungsstättenverordnung oder kommunale Bestimmungen zu beachten.

Eine Höchstgrenze von Gottesdienstteilnehmer/innen wird nicht vorgeschrieben. Der Zugang zu den (Sonntags-)Gottesdiensten wird begrenzt; die Zahl der zugelassenen Gottesdienstteilnehmer richtet sich nach der Größe des Raumes. In den Kirchen wird die Zahl der maximal belegbaren Plätze erhoben und deutlich sichtbar markiert. Dabei gilt, dass nach allen Seiten hin der von den Behörden empfohlene Mindestabstand von 1,50 m einzuhalten ist. Familien dürfen zusammen sitzen. Alternativ kann der Mindestabstand von 1,50 m durch eine Platzierungsliste mit der Zuweisung von festen Sitzplätzen ersetzt werden. Eine engere Belegung der Kirche ist dadurch möglich. Trotz dieser Lockerung rät der Krisenstab dringend dazu, zur Eindämmung der Ansteckungsgefahr den Mindestabstand von 1,50 m vorzusehen. Nähere Informationen finden Sie unter „Sind Namenslisten verpflichtend zu führen?"

Für die Zugangsbegrenzung ist eine Zugangskontrolle wichtig, die in der Regel durch Personen gewährleistet sein muss. Die Erarbeitung des Zugangskonzepts verbleibt in der Verantwortung jeder Kirchengemeinde. Nach der Festlegung der Höchstteilnehmerzahl bieten sich verschiedene Modelle zur Umsetzung der Zugangsbegrenzung an:

  • Vorherige telefonische Anmeldung, Erstellung einer Teilnehmerliste, Abhaken der Teilnehmer auf der Liste am Kircheneingang.
  • Vorheriger Eintrag in Aushängen an der Kirche, Erstellung einer Teilnehmer/innenliste, Abhaken der Teilnehmer/innen am Kircheneingang.
  • Ausgabe von Platzkarten im Pfarrbüro unter Erfassung der Kontaktdaten.
  • Ohne Anmeldung. Wenn die Höchstteilnehmerzahl erreicht ist, wird der Zugang zur Kirche geschlossen (nicht abgeschlossen). Auch in diesem Fall sind die Kontaktdaten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu erfassen.
  • Angebot von mehreren Gottesdiensten für bestimmte Zielgruppen.
  • Übertragung auf den Vorplatz. Auch außerhalb der Kirche muss der Mindestabstand gewährleistet sein, z.B. durch Markierungen auf dem Pflaster oder zusätzliche Bestuhlung (weitere Hinweise siehe unter „Sind Freiluftgottesdienste vermehrt anzubieten?“).
  • Verlegung des Gottesdienstes ins Freie. Auch außerhalb der Kirche muss der Mindestabstand gewährleistet sein, z.B. durch Markierungen auf dem Pflaster oder zusätzliche Bestuhlung (weitere Hinweise siehe unter „Sind Freiluftgottesdienste vermehrt anzubieten?“).
  • Anmietung von größeren Räumen. Dort sind dieselben Vorgaben zu beachten wie in der Kirche.

Außer bei Freiluftgottesdiensten sind in jedem Falle Listen mit den Kontaktdaten der Gottesdienstteilnehmerinnen und -teilnehmer zur Rückverfolgbarkeit von Kontakten zu erstellen. Weitere Information unter „Sind Namenslisten verpflichtend zu führen?"

Für jede Zusammenkunft im geschlossenen Raum, sei es als Gottesdienst, als Andacht, als Meditation o.ä. sind Namenslisten zur Rückverfolgbarkeit von Kontakten zu erstellen. Ein Musterformular finden Sie hier. Das ausgefüllte Kontaktdatenformular muss vier Wochen lang aufbewahrt werden. Es ist sicher vor unbefugtem Zugriff zu verschließen (z.B. Safe, abschließ­barer Schrank mit eingeschränktem Schlüsselzugang) und nach Ablauf der Frist so zu vernichten, dass die Kontaktdaten nicht mehr lesbar sind (Schredder, Datentonne). 

Wenn dasselbe Formular für alle Kontaktdaten genutzt wird, dürfen die Gottesdienstbesucher das Formular nicht selbst ausfüllen, da sie auf diesem Weg Kenntnis von den Kontaktdaten anderer Besucher erhalten können. In diesem Fall muss ein/e Vertreter/in der Gemeinde die Kontaktdaten erfassen. 

Wenn jede/r Besucher/in ein Formular selbst ausfüllen soll, muss es getrennte Formulare für jede/n Einzelne/n geben. 

Eine Vorabanmeldung, bei der die Kontaktdaten aufgenommen werden und bei Betreten der Kirche die Anwesenheit durch Abhaken festgestellt wird, ist möglich. Diese Voraberfassung kann digital oder in Papierform erfolgen. Auch bei der elektronischen Erfassung sind zwingend die Datenschutzvorschriften einzuhalten. Wenn ein Besucher in die digitale Erfassung nicht einwilligt, ist in jedem Fall die Erfassung auf Papier anzubieten.

Zusätzlich kann eine Platzierungsliste geführt werden, die die festen Sitzplätze für den jeweiligen Gottesdienst dokumentiert und zusammen mit der Kontaktdatenliste eine Rückverfolgbarkeit der Kontakte eines Infizierten ermöglicht.

Das Hauptargument gilt dann in erster Linie nicht mehr der Verhinderung einer Ansteckung durch Wahrung von Mindestabständen zwischen Personen, sondern der Rückverfolgbarkeit von Infektionsketten. Jeder Veranstalter sollt daher für sich sehr genau prüfen, welche Alternative er bevorzugt anwendet. Der Krisenstab des Bistums rät jedoch dringend dazu, zur Eindämmung der Ansteckungsgefahr die Einhaltung von Mindestabständen vorzusehen.

Auf Verlangen der unteren Gesundheitsbehörde sind die Kontaktdaten und die Platzierungsliste herauszugeben. 

Für Zusammenkünfte im Freien, z.B. bei Beerdigungen am Grab oder bei Freiluftgottesdiensten, ist keine Namensliste zu führen.

Vor den Kirchen werden Zonen mit Abstandshinweisen markiert, damit der Zutritt geordnet und unter Einhaltung der Abstandsregeln erfolgt. Dafür bieten sich, wie vor Geschäften, die Markierung mit Klebestreifen auf dem Boden an.

Nach Möglichkeit werden Zu- und Ausgang durch zwei Zuwege zur Kirche getrennt. Der Zu- und Ausgang sollte mit großen Schildern und ggf. mit Aufstellern klar kenntlich gemacht werden.

Ein kircheneigener Ordnungsdienst sorgt dafür, dass die Regeln eingehalten werden. Für alle in diesen Maßgaben genannten Maßnahmen wird personelle Unterstützung in Form eines Ordnungsdienstes notwendig sein. Dies können Mitglieder des Kirchenvorstands oder auch andere engagierte Gemeindemitglieder sein. Der Ordnungsdienst dient nur der Information der Gottesdienstteilnehmer/innen, gibt Auskünfte und weist sie auf die neuen Regeln hin. Der Ordnungsdienst ist nicht für die Durchsetzung verantwortlich und auch nicht haftbar. Die Verantwortung verbleibt beim jeweiligen Kirchenvorstand, der mit der Erstellung eines Konzepts in der Regel seine Pflicht bereits getan hat. Eine Haftung für eine Corona-Infektion ist damit nicht gemeint.

Freiluftgottesdienste sind wegen der geringeren Ansteckungsgefahr vermehrt anzubieten. Auch bei Freiluft-Gottesdiensten sind Vorkehrungen zu treffen, damit Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen eingehalten werden: Umgrenzung des Gottesdienstortes, kontrollierbare Ein- und Ausgänge, gezielte Bestuhlung, Anbringen von Bodenmarkierungen, Anlegen von Gangmarkierungen, Bereitstellung von Mülleimern für gebrauchte Taschentücher. Darüber hinaus empfiehlt es sich, solche Gottesdienste mit der Kommune vor Ort abzusprechen.

Die Führung einer Namensliste ist nicht notwendig.

Für Trauerfeiern am Grab mit bis zu 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gilt die Abstandsregelung und die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung nicht mehr. Voraussetzung sind geeignete Vorkehrungen zur Hygiene (Hygienekonzept). 

Für Trauergottesdienste in Kirchen, Kolumbarien usw. gelten die Bestimmungen für Gottesdienste.
Das Führen einer Namensliste für den Beerdigungsteil am Grab im Freien ist nicht erforderlich, in Kirchen, Kolumbarien, Grabeskirchen und Kapellen jedoch schon. 

Die Übertragung von Gottesdiensten im Internet wird weiterhin angeboten, damit Personen, die Risikogruppen angehören, leichter zu Hause bleiben können. Wichtig bei Streaming-Angeboten ist die Kommunikation der Angebote, möglichst nicht nur in Pfarrbriefen oder auf der Homepage.

Mit der GEMA wurde eine Vereinbarung getroffen, dass Gottesdienste auf der Pfarreigenen Homepage gestreamt oder zum Abruf eingestellt werden können. Diese Vereinbarung hat zunächst eine Gültigkeit bis zum 15. September 2020.

Gottesdienste können auch über YouTube und Facebook gestreamt oder zum Abruf bereit gestellt werden. Der Vorteil dabei ist, dass die Portalbetreiber die GEMA-Prüfung übernehmen. Dies ist zeitlich nicht befristet, die Gottesdienste können daher auch über den 15. September 2020 hinaus gestreamt oder zum Abruf angeboten werden.

Das Bistum Aachen bietet bis Sonntag, 16. August an den Sonntagen, und am Fest der Aufnahme Mariens (15. August) jeweils ab 10 Uhr Übertragungen aus dem Aachener Dom an. Zu sehen sind die Live-Streams auf der Homepage des Bistums www.bistum-aachen.de sowie auf dem YouTube-Kanal der Diözese www.youtube.com/bistumaachen.

  • Der Zelebrant und alle an der Austeilung der Kommunion Beteiligten desinfizieren sich – zusätzlich zur liturgischen Händewaschung – die Hände, bevor sie die Hostien berühren. Das Desinfizieren erfolgt unmittelbar vor der Kommunionausteilung.
  • Die Kommunionordnung wird so angepasst, dass die Gläubigen die Kommunion im gebotenen Mindestabstand empfangen können.
  • Die Mundkommunion soll bis auf weiteres unterbleiben.
  • Die Kommunionspendenden und Empfänger tragen Sorge, dass eine körperliche Berührung oder unmittelbare Nähe nicht erfolgt. Ein Beitrag dazu können die Verwendung von Handschuhen und Mundschutz sein, sowie den Spendedialog („Der Leib Christi.“ - “Amen“) kollektiv zu Beginn der Kommunionausteilung zu sprechen.
  • Der Friedensgruß erfolgt ohne Körperkontakt.
  • Die Körbe für die Kollekte werden nicht durch die Reihe gereicht, sondern z.B. am Ausgang aufgestellt. Auch bei der Leerung der Körbe müssen die Hygienemaßnahmen eingehalten werden, z.B. unter Verwendung von Einmalhandschuhen und Mund-Nasen-Bedeckungen. Verwendete geleerte Körbe müssen gründlich desinfiziert oder für mindestens sechs Tage eingeschlossen werden, da Viren auf den Kontaktflächen nur für eine begrenzte Zeit vermehrungsfähig sind.

Die Corona-Schutzverordnung NW enthält keine Regelung zum Gemeindegesang. Der Gemeindegesang ist unter Würdigung der Gesamtumstände und neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse unter folgenden Voraussetzungen möglich:

  • Einhaltung eines Mindestabstands von seitlich 1,5 m und von mindestens 2 m nach vorne
  • Der Gemeindegesang schließt die Möglichkeit einer engeren Platzierung aus. Die Mindestabstände nach Ziffer 1 dürfen in keinem Fall unterschritten werden.
  • Eine versetzte Sitzordnung
  • Das Tragen eines Mund-Nasenschutzes im Gottesdienst wird dringend empfohlen.
  • Regelmäßiges Lüften (Stoßlüften alle zehn Minuten oder Dauerlüften)
  • Vorstehende Maßgaben gelten nicht für Chöre. Bezüglich der Chorarbeit bestehen die bisherigen Regelungen fort, da bei Chören andere Voraussetzungen vorliegen (z.B. viel längeres Singen als im Gottesdienst).
  • Trotz der oben beschriebenen Ermöglichung des Gemeindegesangs ist eine erhöhte Ansteckungsgefahr beim Singen nach wie vor nicht auszuschließen. Die Entscheidung, ob der Gemeindegesang wieder erlaubt wird, obliegt dem Kirchenvorstand.

 

 

Chorproben sind erlaubt. 

Allerdings gelten strenge Regeln, die eingehalten werden müssen: Bei den Proben muss ein Mindestabstand von 3 Metern zwischen Personen und 4 Metern in Ausstoßrichtung gewährleistet sein sowie eine Raumgröße von mindestens zehn Quadratmetern pro Person vorgesehen werden. 

Aufgrund dieser hohen Hürden und nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass viele Chormitglieder altersbedingt der Risikogruppe zuzurechnen sind, sollte jeder Chor für sich sehr genau prüfen, ob der Probebetrieb wieder aufgenommen werden kann.

Zum Mitlesen der Texte und Lieder werden die Gläubigen gebeten, ihr eigenes Gotteslob mitzubringen. Alternative Möglichkeiten sind:

  • Die Ausgabe von Textzetteln.
  • Die Entnahme des gemeindeeigenen Gotteslobs aus den dafür vorgesehenen Behältern. Die Rückgabe der Gotteslobe erfolgt in besondere Rückgabebehälter, die dann für mindestens 6 Tage weggestellt werden müssen, da Viren auf den Kontaktflächen nur für eine begrenzte Zeit vermehrungsfähig sind.

Für Hochzeiten existieren eigene Regelungen (siehe: „Welche Bestimmungen gelten für Hochzeiten?“).

Taufen, Erstkommunionfeiern, Firmungen, Diakonen- und Priesterweihen verlangen wegen ihres besonderen, teils mit engerem physischem Kontakt verbundenen liturgischen Charakters eine besonders sorgfältige Einhaltung der Regeln, die für die Sonntagsmessen gelten. Die Abstandsregeln sind dabei häufig schwierig einzuhalten. Auch die liturgische Handlung selbst (Taufwasser, Handauflegen, Salbung usw.) birgt hohe Ansteckungsrisiken. Die Zelebranten haben zusätzlich bereits Hinweise zur Liturgie erhalten. Eine Verschiebung der Gottesdienstfeier kann eine weitere Option sein.

Aus organisatorischen Gründen können im Einzelfall restriktivere Maßnahmen ergriffen werden.

Beichten sind unter Beachtung des Mindestabstandes sowie der Hygienevorschriften möglich; Beichtstühle sind dafür in der Regel nicht geeignet. Hierzu existieren „Hinweise“ zum Sakrament der Versöhnung vom 27. März 2020, die alle Pfarrer bereits erhalten haben.

Wegen des häufig engen physischen Kontakts und des hohen Ansteckungsrisikos sind für die Seelsorge an Kranken und Heimbewohnern die jeweiligen kommunalen Bestimmungen und ggf. die Regeln der Einrichtung besonders sorgfältig einzuhalten. Hierzu existieren „Hinweise“ zu Krankensalbung und Krankenkommunion vom 27. März 2020, die alle Pfarrer bereits erhalten haben.