Grundordnung des kirchl. Dienstes im Rahmen kirchl.Arbeitsverhältnisse

Fr 1. Mär 2013
Mit der kirchenrechtlichen Verlautbarung der Grundordnung haben die deutschen Bischöfe ihre Erklärung zum kirchlichen Dienst ...

Mit der kirchenrechtlichen Verlautbarung der Grundordnung haben die deutschen Bischöfe ihre Erklärung zum kirchlichen Dienst normativ umgesetzt. Sie folgen damit der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts, das in Anerkennung des Selbstbestimmungrechts der Kirche dieser auferlegt hat, die Eigenarten des kirchlichen Dienstes in Form der zu befolgenden „Loyalitätsobliegenheiten" zu bestimmen.

Katholische Mitarbeiter sollen die Regeln der Katholischen Kirche anerkennen und beachten oder in exponierten Stellungen ihren persönlichen Lebenswandel danach ausrichten. So ist beispielsweise bei Scheidung vom Ehepartner und einer anschließenden Wiederverheiratung in bestimmten Funktionen die Weiterbeschäftigung ausgeschlossen; der Austritt aus der Katholischen Kirche rechtfertigt in jedem Fall die Kündigung, ja sogar eine fristlose Kündigung.

Darüber hinaus regelt die Grundordnung die Besonderheiten des kollektiven kirchlichen Arbeitsrechts, insbesondere die Grundlagen des „Dritten Weges" und der Dienstgemeinschaft.